Afghanische Flüchtlinge müssen heim

    Christoph Böhlen
    Christoph Böhlen, DPA

    Pakistan,

    Seit den Bürgerkriegen in den 1980er- und 1990er-Jahren leben Millionen Afghanen in Pakistan. Die Regierung fordert diese jetzt auf, das Land Binnen 30 Tagen zu verlassen.

    Pakistans Präsident, Mamnoon Hussain (Mitte).
    Pakistans Präsident, Mamnoon Hussain (Mitte). - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • 1,4 Millionen afghanische Flüchtlinge leben in Pakistan.
    • Die pakistanische Regierung fordert diese nun auf, das Land in den nächsten 30 Tagen zu verlassen.
    • Grund ist die verschlechterte Beziehung zwischen den beiden Staaten.

    Die pakistanische Regierung gibt Hunderttausenden afghanischen Flüchtlinge 30 Tage, um in ihr kriegszerrissenes Heimatland zurückzukehren. «Wir sind besorgt», sagte ein Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerks in Islamabad, Qaiser Afridi, am Freitag. Das pakistanische Kabinett hatte die Entscheidung am 3. Januar gefällt.

    Pakistan beherbergt seit den afghanischen Kriegen und Bürgerkriegen in den 1980er und 1990er Jahren Millionen afghanische Flüchtlinge. Jüngst hat sich das Verhältnis zwischen den Nachbarländern stark verschlechtert und Pakistan erhöht den Druck auf die Afghanen im Land. Es leben noch rund 1,4 Millionen als Flüchtlinge registrierte Afghanen in Pakistan, ausserdem Hunderttausende, die als «undokumentiert» gelten.

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