Anschlag

    Acht Tote und dutzende Verletzte bei Autobomben-Anschlag in Afghanistan

    AFP
    AFP

    Afghanistan,

    Bei einem Autobomben-Anschlag im Westen Afghanistans sind mindestens acht Menschen getötet und dutzende weitere verletzt worden.

    Zerstörung nach der Explosion in Herat
    Zerstörung nach der Explosion in Herat - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Sprecher: Frauen und Kinder unter den Opfern.

    Der Anschlag am späten Freitagabend habe sich gegen ein Polizeipräsidium in der Stadt Herat gerichtet, sagte ein Sprecher des Gouverneurs der gleichnamigen Provinz am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Präsident Aschraf Ghani machte die Taliban für den Anschlag verantwortlich, die ihrerseits jede Verwicklung in die Gewalt bestritten.

    Der Sprecher des Gouverneurs bezifferte die Zahl der Verletzten auf 47. Unter den Todesopfern seien Frauen, Kinder und Sicherheitskräfte. Ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums bestätigte die Zahl der Toten, sprach aber von 54 Verletzten.

    Staatschef Ghani warf den Taliban vor, ihren «unrechtmässigen Krieg und die Gewalt gegen unser Volk fortzusetzen». Die Radikalislamisten hätten «einmal mehr gezeigt, dass sie keine friedliche Lösung der derzeitigen Krise» im Sinn hätten. Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid erklärte dagegen, es gebe keine Verbindungen zwischen der Miliz und dem Anschlag in Herat.

    In der westafghanischen Provinz Herat sind zahlreiche Taliban-Kämpfer aktiv. Immer wieder verüben sie Anschläge auf afghanische Sicherheitskräfte.

    Trotz der innerafghanischen Friedensgespräche hat die Gewalt in Afghanistan in den vergangenen Monaten massiv zugenommen. In einer Welle gezielter Mordanschläge wurden zahlreiche Journalisten, Aktivisten und Beamte getötet.

    Am Freitag hatte der UN-Sicherheitsrat die «alarmierend hohe Zahl der Anschläge» auf Zivilisten in Afghanistan verurteilt. Die Erklärung des wichtigsten UN-Gremiums erfolgte vor dem Hintergrund intensiver Spekulationen über die Zukunft des Nato-Einsatzes in Afghanistan.

    Ein im Februar 2020 zwischen den USA und den Taliban geschlossenes Abkommen sieht vor, dass alle ausländischen Truppen bis zum 1. Mai aus Afghanistan abziehen. Der neue US-Präsident Joe Biden hat eine Überprüfung des Abkommens von Doha angeordnet, das auch Sicherheitsgarantien seitens der Taliban vorsieht, etwa den Abbruch von Beziehungen mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida. Washington wirft den Taliban vor, sich nicht an die Bestimmungen des Abkommens zu halten.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    rosenwasser
    428 Interaktionen
    «Wollten Rosenwasser»
    leu
    573 Interaktionen
    «Schämt euch»

    MEHR IN NEWS

    stromausfall
    10 Interaktionen
    In Brugg AG
    a
    41 Interaktionen
    Vater warnt
    kreuzfahrt
    8 Interaktionen
    Handys verraten

    MEHR ANSCHLAG

    Moskau
    26 Interaktionen
    Moskau
    SpaceX
    1 Interaktionen
    Sofia
    Nordstream
    17 Interaktionen
    Hamburg

    MEHR AUS AFGHANISTAN

    Krieg
    3 Interaktionen
    London/Kabul
    cefe
    6 Interaktionen
    Kein Fifa-Machtkampf