39 Schüler bei erneutem Überfall in Nigeria entführt

    AFP
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    Nigeria,

    Bei einem erneuten Überfall auf eine Schule im Norden von Nigeria sind 39 Schüler entführt worden. Die Entführungen häufen sich.

    Soldaten vor dem Eingang der Schule
    Soldaten vor dem Eingang der Schule - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bewaffnete Angreifen überfielen in Nigeria eine Hochschule für Forstwirtschaft.
    • Dabei entführten sie insgesamt 39 Schülerinnen und Schüler.
    • Seit Jahren mehren sich die Angriffe krimineller Banden mit Geiselnahmen.

    Bei einem erneuten Überfall auf eine Schule im Norden von Nigeria sind 39 Schüler entführt worden. Bewaffnete Angreifer stürmten die Hochschule für Forstwirtschaft im Bundesstaat Kaduna am Donnerstag (Ortszeit). Dabei schossen sie wahllos um sich, wie die Regierung mitteilte. An der Schule seien zu diesem Zeitpunkt rund 300 Schüler im Alter von 17 Jahren und älter gewesen.

    23 weibliche und 16 männliche Schüler werden nach Behördenangaben seit dem Angriff vermisst. Mehrere Studenten wurden demnach bei dem Überfall verletzt und werden in einem Krankenhaus behandelt. Die Schule wurde am Freitagnachmittag von Soldaten und Polizisten bewacht, während besorgte Eltern sich dort versammelten, um Neuigkeiten zu erfahren.

    «Banditen» erpressen Lösegeld

    «Ich appelliere an die Regierung, bei der Rettung unserer Kinder zu helfen», sagte Helen Sunday, deren Tochter entführt wurde. «Es kann nicht sein, dass Eltern ihre Kinder zur Schule schicken, nur damit sie dort von Kriminellen entführt werden.» Dies sagte Denis John, dessen Bruder zu den Vermissten zählt.

    Nigeria Sicherheitskräfte
    Sicherheitskräfte in Nigeria (Symbolbild). - keystone

    Seit Jahren mehren sich die Angriffe krimineller Banden im Norden und im Zentrum Nigerias. Die in Nigeria als «Banditen» bezeichneten Gangs entführen Menschen, um Lösegeld zu erpressen und sind für Plünderungen und Vergewaltigungen verantwortlich.

    Die Banden handeln vornehmlich aus finanziellen Motiven und haben keine bekannten ideologischen Ausrichtungen. Es gibt jedoch wachsende Bedenken, dass sie mit Dschihadisten aus dem Nordosten kooperieren könnten. Diese kämpfen seit Jahren für die Errichtung eines islamistischen Staats.

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