19 Zivilisten sterben bei Militärschlag gegen Rebellen
Bei einem Militärschlag gegen eine Rebellenenklave sind mindestens 19 Zivilisten ums Leben gekommen. Dies berichten unabhängige Beobachter.
Das Wichtigste in Kürze
- 19 Zivilisten sterben bei Angriffen nahe Damaskus.
- Der Militärschlag galt ursprünglich Rebellen.

Bei Angriffen der syrischen Armee auf eine Rebellenenklave nahe der Hauptstadt Damaskus sind nach Angaben von Beobachtern mindestens 19 Zivilisten getötet worden. Die Luftangriffe und der Artilleriebeschuss hätten Gebiete im Bezirk Ost-Ghouta getroffen, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag. Ost-Ghouta liegt im Osten der Hauptstadt Damaskus und wird seit rund vier Jahren von syrischen Truppen belagert.
Aktivisten vor Ort berichteten der Deutschen Presse-Agentur, dass durch einen Angriff auf einen Markt in Mesraba mindestens 19 Menschen getötet und 50 verletzt worden seien. In den vergangenen zwölf Tagen seien in der Region damit mindestens 123 Zivilisten getötet worden, berichteten die Menschenrechtsbeobachter, die ihre Informationen aus einem breiten Netzwerk in Syrien beziehen.
Nichtregierungsinstitutionen wie das in den USA und den Niederlanden ansässige Projekt «Siege Watch» hatten die Lage in dem belagerten Gebiet zuletzt als «desaströs» bezeichnet. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, sprach von «empörenden» Zuständen. Mindestens 350 000 Zivilisten sollen in dem Gebiet festsitzen.










