In der kolumbianischen Stadt Cúcuta kam es zu einer Bombenexplosion. Zwölf Polizisten und zwei Passanten wurden dabei verletzt.
Cúcuta
In Cúcuta, Kolumbien kam es am Montag zu einer Explosion. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In der kolumbianischen Stadt Cúcuta ereignete sich eine Bombenexplosion.
  • Der Vorfall soll sich in der Nähe einer Polizeistation abgespielt haben.
  • Zwölf Polizisten und zwei Passanten wurden verletzt.

Bei einer Bombenexplosion in der Nähe einer Polizeistation in der kolumbianischen Grenzstadt Cúcuta sind mindestens 14 Menschen verletzt worden. Bei den Verletzten handelte es sich um zwölf Polizisten und zwei Passanten. Dies teilte die Polizei von Cúcuta am Montag auf Twitter mit.

Zudem sei das Gebäude beschädigt worden. Dies sagte der Polizeikommandeur von Cúcuta an der Grenze zu Venezuela, Óscar Moreno, in einem Video. Kriminelle hätten einen improvisierten Sprengsatz deponiert.

Über weitere Umstände der Explosion wurde zunächst nichts bekannt. Verteidigungsminister Diego Molano sprach von einem terroristischen Anschlag.

Sicherheitslage seit 2016 verbessert

«Wir werden nicht ruhen, bis wir den Verbrechern des ELN und FARC-Dissidenten, die im Verwaltungsbezirk Norte de Santander Verbrechen begehen, das Handwerk gelegt haben», schrieb Molano auf Twitter.

In den vergangenen Monaten und Jahren gab es in Kolumbien immer wieder Anschläge auf Einrichtungen der Polizei. Diese wurden Dissidenten der ehemaligen Farc-Guerilla oder der noch aktiven ELN zugeschrieben wurden.

Cúcuta
Auch das Polizei-Gebäude wurde beschädigt. - Keystone

Das südamerikanische Land litt über 50 Jahre unter einem bewaffneten Konflikt zwischen den Streitkräften, linken Guerillagruppen und rechten Paramilitärs. Die grösste Rebellen-Organisation Farc schloss 2016 einen Friedensvertrag mit dem Staat.

Die Sicherheitslage in Kolumbien hat sich seitdem verbessert, der Frieden ist aber brüchig. In Cúcuta war im Juni auch der Hubschrauber von Präsident Iván Duque beschossen. Zuvor wurde ein Bombenanschlag mit mehr als 30 Verletzten auf einen Militärstützpunkt verübt.

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