Die USA wollen weitere 17 Millionen Impfdosen des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson an die Länder der Afrikanischen Union (AU) spenden.
Johnson & Johnson Impfstoff
Eine Ärztin zieht eine Spritze mit Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson auf. - sda/Wolfgang Kumm

Das Wichtigste in Kürze

  • Die USA wollen weitere 17 Millionen Impfdosen an Afrika spenden.
  • Die Dosen kommen allesamt vom Hersteller Johnson&Johnson.

Die USA wollen weitere 17 Millionen Impfdosen des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson an die Länder der Afrikanischen Union (AU) spenden. Das kündigte US-Präsident Joe Biden am Donnerstag bei einem Treffen mit Kenias Präsident Uhuru Kenyatta in Washington an.

Die USA haben eigenen Angaben nach bereits 50 Millionen Impfdosen an die AU gespendet.

Der Johnson-Impfstoff entfaltet seine volle Wirkung schon nach Verabreichung einer Dosis und muss - anders als etwa die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna - nicht zweimal gespritzt werden. «Alle 17 Millionen Dosen sind sofort verfügbar und werden in den kommenden Wochen ausgeliefert», sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki.

Insgesamt wurden in Afrika mehr als 8,4 Millionen Corona-Fälle registriert, darunter 214 000 Todesfälle. Weniger als die Hälfte der afrikanischen Länder, die Impfstoffe erhalten haben, haben nach WHO Angaben durchschnittlich rund zwei Prozent ihrer Bevölkerung vollständig geimpft. Neben dem fehlenden Impfstoff sind auch Kapazitätsprobleme für die geringen Impfraten in vielen Ländern verantwortlich.

Kenyatta bedankte sich bei Biden für die Impfstoffspende. Es handelt sich um das erste persönliche Treffen von Biden und Kenyatta. Kenia sei ein starker Partner und spiele eine zentrale internationale Rolle - sei aber auch bei regionalen Fragen von grosser Bedeutung, hiess es vor dem Treffen von einer US-Regierungsbeamtin. «Dieses Treffen demonstriert wirklich eine neue Ära der Partnerschaft zwischen den USA und Afrika, die auf den Grundsätzen des gegenseitigen Respekts beruht.»

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