Washington setzt die berüchtigte Wagner-Söldnertruppe auf eine schwarze Liste wegen Verletzungen der Religionsfreiheit in der Zentralafrikanischen Republik.
Besucher vor dem Wagner-Hauptquartier in St. Petersburg
Besucher vor dem Wagner-Hauptquartier in St. Petersburg - AFP/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die russischen Wagner-Söldner wurden von den USA auf eine schwarze Liste gesetzt.
  • Sie sollen in der Zentralafrikanischen Republik die Religionsfreiheit verletzt haben.

Die USA haben die berüchtigte russische Söldnertruppe Wagner auf eine schwarze Liste mit Ländern und Gruppierungen gesetzt, die für Verletzungen der Religionsfreiheit verantwortlich sind.

US-Aussenminister Antony Blinken begründete den Schritt am Freitag mit dem Vorgehen der Söldnertruppe in der Zentralafrikanischen Republik, wo sich Christen und Muslime seit fast einem Jahrzehnt bekämpfen.

Russlands «Schattenarmee»

Die Söldnergruppe Wagner gilt als Russlands «Schattenarmee», ihre Kämpfer sind unter anderem in der Ukraine und in Afrika im Einsatz. Den Söldnern werden schwere Verstösse gegen Menschenrechte vorgeworfen, darunter Folter und gezielte Tötungen.

Die schwarze Liste der USA zu Verletzungen der Religionsfreiheit wird alljährlich von der US-Regierung an den Kongress übermittelt. Sie umfasst laut Gesetz Länder und Organisationen, die sich «systematische, anhaltende und schwerwiegende Verletzungen der Religionsfreiheit» zuschulden kommen lassen. Gegen die entsprechenden Länder und Organisationen können Sanktionen verhängt werden.

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Taliban-Kämpfer stehen Wache vor dem Bildungszentrum, das von einem Selbstmordattentäter angegriffen wurde. - Ebrahim Noroozi/AP/dpa

Neu auf die Liste wurden in diesem Jahr neben Wagner auch Kuba und Nicaragua gesetzt. Wie bereits im Vorjahr befinden sich auch China, Eritrea, der Iran, Myanmar, Nordkorea, Pakistan, Russland, Saudi-Arabien, Tadschikistan und Turkmenistan auf der Liste, ausserdem Islamistengruppen wie Boko Haram, die Taliban und Ableger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

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