Die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt verbessert sich. In der vergangenen Woche wurden jedoch wieder mehr Anträge eingereicht. Analysten zeigten sich überrascht.
Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe liegen in den USA nach wie vor über dem Niveau, das vor der Corona-Krise üblich war. Foto: Damian Dovarganes/AP/dpa/Archiv
Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe liegen in den USA nach wie vor über dem Niveau, das vor der Corona-Krise üblich war. Foto: Damian Dovarganes/AP/dpa/Archiv - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Erholung des US-Arbeitsmarkts vom Corona-Einbruch hat überraschend einen Dämpfer erhalten.

In der vergangenen Woche stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, ein Kurzfristindikator für den Jobmarkt.

Im Wochenvergleich gab es einen Zuwachs um 51.000 auf 419.000, wie das US-Arbeitsministerium heute in Washington mitteilte.

Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten im Durchschnitt einen Rückgang auf 350.000 erwartet. Ausserdem wurde der Wert der Woche zuvor leicht nach oben revidiert, von 360.000 auf 368.000.

Staatshilfen und Corona-Lockerungen sorgen für Aufschwung

Tendenziell geht die Zahl der Erstanträge aber seit Beginn des Jahres zurück. Seit Anfang Juni ist die Erholung aber ins Stocken geraten, es gab mehrmals Rückschläge. Insgesamt verbessert sich aber die Lage auf dem Arbeitsmarkt der grössten Volkswirtschaft der Welt dank eines robusten Aufschwungs wegen enormer Staatshilfen und Lockerungen der Corona-Massnahmen.

Die Hilfsanträge liegen nach wie vor über dem Niveau, das vor der Corona-Krise üblich war. In den Monaten vor der Pandemie wurden pro Woche nur gut 200.000 Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt.

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