Trumps Kanada-Zölle scheitern im Repräsentantenhaus
Sechs Republikaner stoppten im US-Repräsentantenhaus Trumps Zölle gegen Kanada. Ein demokratischer Vorstoss erhielt mit 219 zu 211 Stimmen die Mehrheit.

Das Repräsentantenhaus stimmte am Mittwoch (Ortszeit) für die Aufhebung der Zölle. Sechs Republikaner schlossen sich den Demokraten an, wie «Euronews» berichtet.
Die Republikaner besitzen derzeit eine hauchdünne Mehrheit im Haus. Trotzdem widersetzten sich diese Abgeordneten den Parteilinien und Trumps Druck, berichtet «n-tv».
Trump warnte während der Abstimmung auf Truth Social vor Konsequenzen für Republikaner, die gegen die Zölle stimmen, so der «Tagesspiegel». Er drohte parteiinternen Gegnern mit Folgen bei künftigen Wahlen.
Beschluss vorerst nur symbolisch
Er unterstrich die Notwendigkeit der Zölle für die wirtschaftliche Sicherheit Amerikas. Abweichler würden diesen Schutz unnötig gefährden, ergänzte er nach «n-tv».

Die verabschiedete Resolution hebt den von Trump ausgerufenen nationalen Notstand auf. Dieser diente als Grundlage für die Zölleinführung, wie «Deutschlandfunk» meldet.
Ihr unmittelbarer Effekt bleibt jedoch vorerst symbolisch. Der Senat muss noch zustimmen, und Trump kann die Massnahme mit einem Veto kippen, berichtet «Euronews».
Trumps Kanada-Zölle verschärfen Handelskonflikt
Trump hatte kürzlich Zölle in Höhe von 100 Prozent auf kanadische Importe angekündigt. Kanada verhandelt derzeit ein neues Handelsabkommen mit China, was den Konflikt auslöste, so «Focus».
Die kanadische Regierung in Ottawa hat die Zölle von Anfang an scharf verurteilt. Sie schaden dem langjährigen bilateralen Handel nachhaltig, erklären Regierungsvertreter nach «Deutschlandfunk».












