USA beenden Zollfreiheit für Pakete aus aller Welt

    Keystone-SDA
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    Seit Freitag haben die USA die Zollfreiheit für Warenimporte mit einem Wert unter 800 Dollar abgeschafft. Dies gilt für Pakete aus aller Welt.

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    Von den zollfreien Lieferungen im Wert unter 800 Dollar profitierten bisher stark Online-Händler wie Temu und Shein. (Archivbild) - dpa

    Die USA haben seit Freitag die Zollfreiheit für Warenimporte mit einem Wert unter 800 Dollar abgeschafft. Präsident Donald Trump hatte die Ausnahme zunächst für China aufgehoben – und Ende Juli auch das Ende der Zollfreiheit für Pakete aus aller Welt angeordnet.

    Postdienstleister in zahlreichen Ländern wie der Schweiz, Frankreich, Indien und Australien verkündeten deswegen, die meisten Pakete mit Ziel USA nicht mehr anzunehmen. Auch der Paketdienst DHL erklärte, den Warenversand in die USA massiv einzuschränken.

    Drogen in die USA geschmuggelt

    Trump begründete den Schritt unter anderem damit, dass in nach der sogenannten «De-Minimis»-Regelung zollfreien Paketen in grossem Stil gefährliche Drogen in die USA geschmuggelt worden seien. In den vergangenen Jahren waren zollfreie Paketlieferungen unter anderem dank Plattformen wie Temu und Shein stark gestiegen.

    Nachdem im Mai die Zollfreiheit für Pakete mit geringem Warenwert aus China abgeschafft wurde, sank die Zahl solcher Sendungen in die USA nach Regierungsangaben von vier Millionen täglich auf eine Million. Zudem seien seitdem Zölle in Höhe von 492 Millionen Dollar auf die Pakete erhoben worden.

    Der US-Regierung zufolge suchen chinesische Versender aber Umwege über andere Länder. Das habe die Ausweitung der Massnahme auf Pakete aus aller Welt notwendig gemacht.

    Nach seit Freitag geltenden Regeln müssen auf die Waren die geltenden US-Zölle für das Herkunftsland bezahlt werden – oder für eine Übergangsfrist von sechs Monaten alternativ eine Gebühr von 80 bis 200 Dollar. Eine Ausnahme gibt es für «echte» Geschenke im Wert unter 100 Dollar.

    Mehr als 90 Prozent mit Express-Zustellern befördert

    Mehr als 90 Prozent der «De-Minimis»-Pakete werde von Express-Zustellern wie FedEx oder UPS befördert, hiess es aus der US-Regierung. Hier rechne man nicht mit Problemen beim Versand.

    Für reguläre Postdienste, die mit Blick auf die neue Regelung den Versand in die USA einschränkten, hat das Weisse Haus harsche Worte übrig. Sie sollten sich lieber darum kümmern, dass mehr Informationen über den Inhalt der Pakete gesammelt und mit US-Behörden geteilt würden, sagte ein ranghoher Regierungsbeamter in Washington.

    Wenn sie stattdessen den Versand in die USA aufgäben, würden Express-Anbieter einfach deren Geschäft übernehmen.

    Kommentare

    User #5816 (nicht angemeldet)

    Die US KMUs freuen sich sicher über diese Entscheidung von D.T.

    User #3076 (nicht angemeldet)

    Ich habe gerae Sachen bestellt in den USA. Wo ist da das Problem? Marken Jeans oder coole Shirts kosten dort einen Bruchteil von dem, was ich hier im Laden bezahle. Das ist selbst mit 39% Zoll nur halb so viel. Alles klar!

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