Die US-Notenbank steuern in Richtung Normalität. Nach Jahren der Nullzinspolitik setzt der neue Notenbankchef Jerome Powell die Strategie moderater Zinsanhebungen seiner Vorgängerin Janet Yellen fort.
Schweizerische Nationalbank
Der neue US-Notenbankchef Jerome Powell führt die Strategie mit moderaten Zinsanhebungen fort. - dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die US-Notenbank hebt den Leitzins um weitere 0,25 Punkte an.
  • Damit verfolgt der neue Notenbankchef Jerome Powell die gleiche Strategie wie seine Vorgängerin Janet Yellen.

Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihren Leitzins erneut angehoben. In der ersten Sitzung unter der Verantwortung des neuen Fed-Chefs Jerome Powell erhöhte die Bank die Federal Funds Rate um 0,25 Punkte auf einen Zielkorridor von nun 1,50 bis 1,75 Punkte.

Die Fed setzt damit ihren bereits unter Powells Vorgängerin Janet Yellen eingeschlagenen Kurs der moderaten Leitzinserhöhungen fort. «Die Volkswirtschaft ist in den vergangenen Monaten stärker geworden», heisst es in der Mitteilung der Fed. Dies wurde von Experten als Zeichen gewertet, dass es künftig auch steiler bergauf gehen könnte.

Nach der jüngsten Steuerreform von Präsident Donald Trump und dem US-Kongress sowie dank einer weltweit günstigen Konjunkturlage wächst die US-Wirtschaft deutlich. Einige Experten fordern von der Federal Reserve schnellere Zinsschritte als die bisher in Aussicht gestellten drei Zinsanhebungen im Jahr 2018. Powell hatte bei seinem Amtsantritt Ende Januar jedoch erklärt, er fühle sich weiter einer moderaten Geldpolitik verpflichtet.

Höhere Zinsen stärken US-Dollar

Die Zinsschritte der US-Notenbank haben unmittelbare Bedeutung für die Aktienbörsen und für die Devisenkurse. So wird durch höhere Zinsen der US-Dollar gestärkt. Aktienkurse können dagegen bei schnellen Zinsanstiegen fallen.

Zuletzt hatte die Fed Mitte Dezember den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Zwischen Ende 2008 und Ende 2015 hatte der Zinssatz an der Nulllinie gelegen.

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