US-Journalist Lemon wieder frei - «Mächtige zur Rechenschaft ziehen»
Einen Tag nach seiner Festnahme auf Anweisung des US-Justizministeriums ist der amerikanische Journalist Don Lemon wieder freigekommen.

Das Wichtigste in Kürze
- Lemon war am Donnerstagabend (Ortszeit) in Los Angeles festgenommen worden.
- Der Journalist weist die Anschuldigungen gegen seine Person zurück.
- Es gebe keinen wichtigeren Zeitpunkt, um die Mächtigen zur Rechenschaft zu ziehen.
Medienberichten zufolge erschien der ehemalige CNN-Moderator am Freitagnachmittag (Ortszeit) vor einem Gericht in Los Angeles. Demnach war er ohne Kaution freigekommen.
«Ich habe meine ganze Karriere über Nachrichten berichtet. Ich werde jetzt nicht aufhören», sagte Don Lemon vor Reportern.
Er betonte, es gebe keinen wichtigeren Zeitpunkt für die freien und unabhängigen Medien, um die Wahrheit ans Licht zu bringen und die Mächtigen zur Rechenschaft zu ziehen. Der Journalist weist die Anschuldigungen gegen seine Person zurück.
Festnahme in Los Angeles
Lemon war am Donnerstagabend (Ortszeit) in Los Angeles festgenommen worden. Hintergrund ist ein etwa zwei Wochen zurückliegender Protest gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE in einer Kirche in St. Paul, wie US-Justizministerin Pam Bondi auf X mitteilte.
Nach Angaben seines Anwalts Abbe Lowell war der Journalist in seiner Funktion als Reporter vor Ort.
Der Sender CBS berichtete unter Berufung auf Gerichtsunterlagen, Lemon und acht Mitangeklagten würden Verschwörung gegen die Religionsfreiheit an einem Gotteshaus sowie Verletzung, Einschüchterung und Behinderung der Ausübung der Religionsfreiheit an einem Gotteshaus vorgeworfen.
Dem Sender CNN zufolge sagte ein Bundesstaatsanwalt vor Gericht, Lemon habe sich «wissentlich einem Mob angeschlossen, um eine Kirche zu stürmen».
Laut CNN übertrug Lemon mit einer weiteren Journalistin an dem Tag live, wie Dutzende gegen die Einwanderungsbehörde ICE Demonstrierende eine Kirche stürmten und einen Gottesdienst unterbrachen.
Den Berichten zufolge muss Lemon am 9. Februar vor einem Gericht in Minneapolis erscheinen.










