Weibliche Häftlinge in Indiana haben Klage gegen einen Gefängniswärter eingereicht, der männlichen Mitinsassen Zugang zu ihren Zellen verschafft haben soll.
Weibliche Häftlinge reichen Klage ein
Weibliche Häftlinge reichen Klage ein - GETTY IMAGES/AFP/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • Weibliche Häftlinge klagen gegen einen Gefängniswärter in einem Gefängnis in Indiana.
  • Ein Aufseher soll männlichen Häftlingen Schlüssel zu den Zellen der Frauen verkauft haben.

Es klingt unvorstellbar: In einem US-Gefängnis soll ein Gefängniswärter männlichen Insassen Schüssel zu den Zellen der Frauen verkauft haben. Die Frauen seien sexuell belästigt worden, zwei von ihnen seien vergewaltigt worden, heisst es in der Klageschrift. Der Gefängniswächter soll den männlichen Häftlingen für 1000 Dollar den Schlüssel zu den Zellen der Frauen überlassen haben.

«Obwohl viele männliche Häftlinge beteiligt waren und es mehrere Dutzend Opfer gab, ist kein einziger Aufseher den Frauen zur Hilfe gekommen», heisst es in der Klageschrift, die eine «Nacht des Horrors» beschreibt. Die männlichen Häftlinge hätten sich mehrere Stunden frei in der Haftanstalt in Jeffersonville bewegen können. Sie hätten Frauen begrapscht, sie ausgezogen und anzügliche Bemerkungen gemacht.

Am Ende seien die weiblichen Häftlinge bestraft worden, indem 72 Stunden lang das Licht angeschaltet blieb und persönliche Gegenstände konfisziert wurden. Der beschuldigte Gefängniswärter sagte in einem Interview mit der «Washington Post», dass die Männer die Schlüssel gestohlen hätten. Er habe erst Tage später davon erfahren.

Die Klage richtet sich auch gegen den zuständigen Sheriff, der die Tat nicht verhindert habe.

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