Die Organisatoren der rechtsextremen Demonstration in der US-Stadt Charlottesville müssen 25 Millionen Dollar Schadenersatz zahlen.
Neonazis und Gegendemonstranten in Charlottesville
Neonazis und Gegendemonstranten in Charlottesville - GETTY IMAGES/AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Organisatoren einer Nazi-Demo in den USA müssen 25 Mio. Dollar Schadenersatz zahlen.
  • Eine Gegendemonstrantin ist damals angefahren und getötet worden.
  • Der damalige US-Präsident Trump verharmloste die Demonstration.

Mehr als vier Jahre nach dem Tod einer Gegendemonstrantin am Rande einer Neonazi-Demo in den USA hat ein Gericht die Organisatoren der Demonstration zu mehr als 25 Millionen Dollar Schadenersatz verurteilt. Die Geschworenen trafen ihr Urteil am Dienstag in einem von neun Einwohnern der Stadt Charlottesville in Virginia angestrengten Zivilverfahren.

Bei der Demonstration im August 2017 war ein Neonazi mit seinem Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten gerast. Eine Frau wurde getötet und 29 weitere Menschen wurden verletzt.

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Die Demonstranten in Charlottesville versteckten ihre Gesinnung überhaupt nicht. - Keystone

Verurteilt wurden am Dienstag zwölf Einzelpersonen und fünf Neonazi- und rassistische Organisationen. Die Klägeranwältin Roberta Kaplan begrüsste das Urteil als klares Signal, «dass dieses Land keine von rassistischem oder religiösen Hass getragene Gewalt duldet».

Der Aufmarsch von Neonazis und anderen Rassisten in Charlottesville hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt – auch deshalb, weil der damalige US-Präsident Donald Trump damals das Verhalten von Rechtsextremisten und Gegendemonstranten gleichsetzte und von «Gewalt auf vielen Seiten» sprach.

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