US-Geheimdienste: Putin bei Wahlen für Trump, wollte Biden schaden

    Keystone-SDA
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    USA,

    Russland soll sich erneut in die Präsidentschaftswahlen in den USA eingemischt haben. Dies behaupten amerikanische Geheimdienste.

    Joe biden wladimir putin
    Joe Biden (l) und Wladimir Putin bei einem Treffen im März 2011. Damals war Biden Barack Obamas Vizepräsident. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Amerikanische Geheimdienste sprechen von russischer Einmischung bei den US-Wahlen.
    • Ziel sei es gewesen, Trumps Herausforderer Joe Biden zu schaden.

    Russland hat sich bei der US-Wahl im November nach Ansicht der amerikanischen Geheimdienste für den damaligen Präsidenten Donald Trump eingesetzt und sich bemüht, dessen Herausforderer Joe Biden zu schaden und Unfrieden im Land zu säen.

    Präsident Wladimir Putin und seine Regierung hätten die versuchte Einflussnahme «genehmigt und durchgeführt», hiess es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht aus dem Büro von Geheimdienstkoordinatorin Avril Haines.

    Russia Putin Human Rights
    Russlands Präsident Wladimir Putin gratulierte den Wagner-Gruppen und seinem Militär zur Einnahme von Bachmut. - Keystone

    Russland habe sich bei seiner Kampagne auf seinen Geheimdienst, staatliche Medien, Internet-Trolls und Verbündete in der Ukraine gestützt, hiess es.

    Russland-Agenten sollen gezielt Amerikaner angesprochen haben

    Eine der wichtigsten Strategien Moskaus sei es gewesen, Biden und seiner Familie im Zusammenhang mit der Ukraine Korruption vorzuwerfen. Russlands Agenten hätten dafür auch gezielt Amerikaner angesprochen, die Verbindungen zu Trumps Regierung hatten, um ein Einleiten von Untersuchungen gegen Biden zu fordern. Es habe auch Versuche gegeben, Beamte der Trump-Regierung und Medien dahingehend zu manipulieren, hiess es weiter.

    Donald Trump Joe Biden
    Joe Biden ist seit Januar 46. Präsident der Vereinigten Staaten. - dpa

    Russland habe sich 2020 auf Desinformation konzentriert, sich aber im Gegensatz zur Wahl 2016 nicht darum bemüht, die Wahlinfrastruktur in den USA direkt zu untergraben, hiess es.

    Kein Einfluss von China

    Moskau wollte «die öffentliche Wahrnehmung der Kandidaten in den USA beeinflussen» und das langfristige Ziel verfolgen, «das Vertrauen in das US-Wahlsystem zu untergraben und die gesellschaftliche Spaltung der Menschen in Amerika zu verstärken», hiess es. Russland habe einen Wahlsieg Bidens als «nachteilig für russische Interessen» betrachtet. China hingegen habe nicht versucht, die Wahl zu beeinflussen.

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    Ex-US-Präsident Donald Trump steht wegen des Sturms aufs Kapitol scharf in Kritik. - Keystone

    Dem Bericht zufolge soll sich auch der Iran bemüht haben, den Wahlkampf zu beeinflussen. Teheran sei es darum gegangen, die Chancen für eine Wiederwahl Trumps zu verringern und die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft zu verstärken, hiess es. Auch der Iran habe dabei nicht direkt die Wahlinfrastruktur angegriffen.

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