Nachdem eine defekte Stromleitung den folgenschwersten Waldbrand in der jüngsten Geschichte Kaliforniens ausgelöst hatte, will ein US-Energieversorger einen Teil seiner Kabel künftig unter die Erde verlegen.
Satellitenbild zeigt Rauch des Dixie Fire
Satellitenbild zeigt Rauch des Dixie Fire - RAMMB/NOAA/NESDIS/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Schritt soll künftige Waldbrände verhindern.

In den am meisten gefährdeten Gebieten Kaliforniens sollten 16.000 Kilometer Stromleitungen vergraben werden, um künftige Waldbrände zu verhindern, kündigte das Unternehmen Pacific Gas and Electric (PG&E) am Mittwoch an.

Zuvor war der Energieversorger in Verdacht geraten, in dieser Woche erneut einen Waldbrand in Kalifornien verschuldet zu haben, nachdem ein Baum auf eine Stromleitung gestürzt war. Der möglicherweise dadurch ausgelöste Waldbrand, das so genannte Dixie Fire, wütet in derselben Gegend wie das Camp Fire, bei dem 2018 im Ort Paradise 86 Menschen ums Leben kamen. Damals wurde der Brand durch eine defekte Leitung von PG&E ausgelöst.

Die Arbeiten sollen laut PG&E-Chefin Patti Poppe sofort beginnen und werden voraussichtlich etwa zehn Jahre dauern und Milliarden von Dollar kosten.

Mangelnder Abstand von Hochspannungsleitungen zur Vegetation wird für eine ganze Reihe von schweren Waldbränden in Kalifornien in den vergangenen Jahren verantwortlich gemacht. Energieversorger hatten daher bei heissen und windigen Wetterbedingungen teilweise vorsorglich den Strom abgestellt, um Feuer zu vermeiden.

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