Die USA ziehen ihre Diplomaten aus der afghanischen Botschaft ab. Grund ist die angespannte Sicherheitslage.
Kabul
Ein Soldat der afghanischen Nationalarmee an einem Kontrollpunkt in Kabul. - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die USA haben den Abzug von Diplomaten aus der Botschaft in Kabul angeordnet.
  • Betroffen sind alle, die ihre Arbeit von einem anderen Ort aus ausrichten können.

Angesichts der angespannten Sicherheitslage in Afghanistan hat das US-Aussenministerium den Abzug von Diplomaten aus der Botschaft in Kabul angeordnet.

Betroffen von der Anordnung vom Dienstag seien alle Botschaftsmitarbeiter, die ihre Aufgaben auch von einem anderen Ort aus erfüllen könnten, hiess es in einem aktualisierten Reisehinweis zu Afghanistan. Keine Angaben machte das Ministerium dazu, wie viele Diplomaten ausreisen und wie viele in der afghanischen Hauptstadt verbleiben sollen.

Die internationalen Truppen beginnen offiziell am 1. Mai mit dem Abzug aus Afghanistan. US-Präsident Joe Biden hat als Ziel ausgegeben, dass der Abzug spätestens am 11. September abgeschlossen sein soll. Für Afghanistan gilt in den Reisehinweisen des US-Aussenministerium die höchste Warnstufe vier - «nicht reisen». Deutschland ist der zweitgrösste Truppensteller nach den USA; derzeit sind noch 1100 Soldaten dort.

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