Ukraine Krieg

    Ukraine-Krieg: Google mit Kampagne gegen Fake News über Flüchtlinge

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    Zum Plan Russlands im Ukraine-Krieg gehört das Schüren von Missgunst gegenüber Geflüchteten. Google will dem mit kurzen Videoclips entgegentreten.

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    Beim sogenannten «Prebunking» geht es darum, Menschen für Fehlinformationen zu sensibilisieren – zum Beispiel über Flüchtlinge aus der Ukraine. - Soeren Stache/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Falsche Informationen prägen laut Google oftmals das Bild von Ukraine-Flüchtlingen.
    • Der Internetkonzern will mit kurzen Videos dagegen vorgehen.
    • Unter anderem in Deutschland ist man aktiv.

    Der Internetriese Google will Fehlinformationen über ukrainische Flüchtlinge in Deutschland bekämpfen.

    Dazu weitet das Google-Tochterunternehmen Jigsaw eine entsprechende Video-Aufklärungskampagne auf das deutschsprachige Internet aus. Das kündigte das Unternehmen heute in Berlin an. Bislang hatten sich die vorbeugenden Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg auf Polen, die Tschechische Republik und die Slowakei konzentriert.

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    In ganz Europa gebe es vermehrt dubiose Arbeitsangebote, die sich an Menschen richten, die vom Ukraine-Krieg geflüchtet sind. Im Bild: Geflüchtete Ukrainer am Dresdner Hauptbahnhof. (Archiv) - AFP/Archiv

    Die Kampagne basiert auf Untersuchungen von Psychologen an den britischen Universitäten Cambridge und Bristol, die ein Konzept der Fehlinformation-Vorbeugung («Prebunking») entwickelt haben.

    Dabei sollen die Zuschauerinnen und Zuschauer dafür sensibilisiert werden, wenn vermeintlich neutrale Informationen nur dazu gedacht seien, Menschen etwas vorzugaukeln, was nicht der Wahrheit entspricht.

    Ein Anzeichen für manipulative Inhalte sei Sprache, die emotional berühre. Verdächtig sei auch, wenn bestimmte Gruppen pauschal für Missstände verantwortlich gemacht würden, die sie gar nicht zu vertreten hätten.

    Angst hilft bei Beeinflussung

    Ein Video aus der Kampagne zeigt beispielsweise drei Freundinnen, die sich abends in einer Kneipe treffen und unterhalten. Eine von ihnen drängt früh zum Aufbruch, weil sie Angst habe, nachts auf der Strasse von ukrainischen Flüchtlingen überfallen zu werden.

    Die beiden anderen Frauen beruhigen ihre Freundin und weisen darauf hin, dass die meisten der Flüchtlinge aus dem Ukraine-Krieg Frauen und kleine Kinder seien. Sie bezeichnen die Gerüchte im Netz als «reine Panikmache». «Manche Leute wollen uns gegen die Ukrainerinnen und Ukrainer aufbringen, die vor dem Krieg fliehen.

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    Ukraine-Flüchtende lassen sich in Zürich registrieren. - Keystone

    Es ist einfacher, Menschen zu beeinflussen, die Angst vor etwas haben und die Aufmerksamkeit von dem wahren Grund abzulenken, warum die Flüchtlinge hier sind», heisst es in dem Film.

    Die Aufklärungsvideos zum Ukraine-Krieg seien im Herbst und Winter 2022 in Polen, Tschechien und der Slowakei jeweils von fast einem Drittel der Bevölkerung angesehen worden, sagte Beth Goldberg, die Leiterin der Forschungsabteilung von Jigsaw. Insgesamt seien sie über 37 Millionen Mal aufgerufen worden.

    Ukraine-Krieg: Oft manipulierte Videos und Bilder

    Goldberg betonte, die Desinformationsgeschichten über ukrainische Flüchtlinge zielten vor allem darauf ab, die Ukrainer als eine Bedrohung für die Gesundheit, den Wohlstand und die Identität der EU-Bürger darzustellen.

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    Ukraine-Flüchtlinge in Stutgart. - AFP

    «Falsche Geschichten, oft mit manipulierten Videos und Bildern, die sich als seriöse Medien ausgeben, haben die Ukrainer für die rücksichtslose Zerstörung von Eigentum, die Ausbreitung von Krankheiten und schwere Einschnitte in den Lebensstandard der Europäer verantwortlich gemacht. Obwohl die behaupteten Schäden nie eingetreten sind.»

    Jigsaw will die Aufklärungskampagne im Laufe des Jahres nicht nur auf Deutschland ausweiten, sondern auch auf Indien. Dabei setze man auch auf lokale Partner. Weitere Experimente seien in Planung.

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