ICE zieht aus Minnesota ab: Trump schickt Homan weiter
Trumps Grenzbeauftragter Tom Homan kündigt den Abzug von ICE Kräften aus Minnesota an. Die Razzia Operation endet nach Protesten und zwei Todesfällen.

Das Wichtigste in Kürze
- Tom Homan erklärt, die ICE Grossaktion in Minnesota werde beendet.
- Laut Homan sind bereits 700 Bundeskräfte abgezogen, weitere folgen in den nächsten Tagen.
- Die Operation löste wochenlange Proteste aus und steht nach zwei tödlichen Vorfällen stark
Homan zeigte sich auf der Pressekonferenz zufrieden über die Fortschritte vor Ort. Er gab an, dass «viele Kriminelle» festgenommen worden seien, darunter auch Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung.
Minnesota sei heute «weniger ein Zufluchtsort für Kriminelle», sagte er weiter. Die demokratische Führung unter Gouverneur Tim Walz und dem Bürgermeister der Stadt Minneapolis, Jacob Frey, hatte wiederholt die Darstellung der Trump-Regierung bestritten.
Widerstand in der Bevölkerung
Unter den Bürgern regte sich Widerstand gegen die Razzien, an denen auch die Migrationsbehörde ICE teilgenommen hatte.
Nach dem Tod der beiden Bürger Renée Good und Alex Pretti sowie heftigen Protesten hatte Trump Anfang Februar dann eine Kurskorrektur angedeutet.
Trump hat daraus gelernt
In einem Interview mit NBC News sagte Trump, er habe nach Gesprächen mit lokalen Verantwortlichen gelernt, dass in der angespannten Lage möglicherweise ein anderer Ton nötig sei: «Ich habe gelernt, dass wir vielleicht etwas sanfter vorgehen können», sagte Trump.
Die Entscheidung zum Abzug von 700 Grenzschutzbeamten aus Minneapolis gehe auf seine Aufforderung zurück.
Der Abzug der Beamten war zuvor von Homan angekündigt worden. Er war für den Hardliner Gregory Bovino eingewechselt worden. Sein Gesicht wird wie kein anderes mit Trumps Razzien mit hochgerüsteten Beamten in Verbindung gebracht.
Tom Homan sollte deeskalierend wirken
Trump schickte stattdessen Tom Homan, was als Bemühung um Deeskalation gewertet wurde. Etwa 2.000 Beamte seien dort dann noch im Einsatz, sagte Homan Anfang Februar.
Die US-Regierung hatte vor Wochen Tausende Bundesbeamte in die Stadt Minneapolis und den Bundesstaat Minnesota geschickt. Die Einsätze sind Teil der rigorosen Abschiebepolitik Trumps.










