Der frühere Wahlkampfmanager von Ex-US-Präsident Donald Trump, William Stepien, hat seine Aussage vor dem Untersuchungsausschuss zum Kapitol-Sturm abgesagt.
Donald Trump
Donald Trump habe die Lüge vom Wahlsieg wissentlich genutzt, um den Mob anzustacheln. Dies will der Untersuchungsausschuss in der zweiten Sitzung zeigen. (Archivbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Heute Montag findet die zweite Untersuchungsausschuss-Sitzung zum Kapitol-Sturm statt.
  • Trumps Ex-Wahlkampfmanager sollte aussagen – sagte nun aber kurzfristig ab.
  • Begründet wurde dies mit einem familiären Notfall.

Mehrere US-Medien wie der Sender CNN berichteten am Montag unter Berufung auf den Ausschuss, Stepien habe dies mit einem «Familien-Notfall» begründet.

Sein Rechtsbeistand werde am Montag aber eine Erklärung zu Protokoll geben. Der Auftritt war mit Spannung erwartet worden.

Möglicherweise könnten nun Video-Ausschnitte aus einer vorigen Befragung hinter verschlossenen Türen gezeigt werden. Die Sitzung solle mit Verspätung beginnen, hiess es. Angesetzt war die Anhörung ursprünglich für 10 Uhr Ortszeit (16 Uhr MEZ). Als weitere Zeugen wurden unter anderem ein ehemaliger Mitarbeiter des Trump-nahen Fernsehsenders Fox News sowie mehrere Republikaner erwartet.

Trump spricht bis heute von Wahlbetrug

Trump behauptet bis heute ohne Belege, durch Betrug um den Sieg bei der Präsidentenwahl 2020 gebracht worden zu sein. Über Wochen versuchte er mit fragwürdigsten Methoden, den Wahlsieg des Demokraten Joe Biden zu kippen. Dies gipfelte in der Attacke auf das Kapitol. Trump-Anhänger stürmten am 6. Januar 2021 den Parlamentssitz in der Hauptstadt Washington, wo der Kongress Bidens Sieg zertifizieren wollte. Am Rande der Krawalle kamen fünf Menschen ums Leben.

Trump hatte seine Anhänger kurz zuvor bei einer Kundgebung damit aufgewiegelt, dass ihm der Wahlsieg gestohlen worden sei. Der Untersuchungsausschuss im Kongress wurde eingesetzt, um die Hintergründe zu klären. Der Ausschuss will zeigen, dass sich Trump und seine Berater völlig im Klaren gewesen seien über die Niederlage und dennoch an den Betrugsbehauptungen festgehalten hätten.

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