Trump wird von Biden scharf angegriffen
Trump ist erneut Ziel scharfer Kritik seines Vorgängers Joe Biden geworden. Bei einem Auftritt erhob der frühere US-Präsident schwere Vorwürfe gegen ihn.

Joe Biden sprach bei einer Benefizveranstaltung der Demokratischen Partei im Bundesstaat Maryland über die politische Entwicklung der Vereinigten Staaten. Dabei bezeichnete er Donald Trump als «Verlierer» und warf ihm erheblichen Schaden für das internationale Ansehen des Landes vor.
Der Auftritt fiel auf den zweiten Jahrestag des Fernsehduells zwischen Biden und Trump im Präsidentschaftswahlkampf des Jahres 2024.
Biden erinnerte damit indirekt an einen Wendepunkt, der später zu seinem Rückzug aus dem Wahlkampf führte.
Während seiner Rede griff der frühere Präsident mehrere Entscheidungen seines Nachfolgers öffentlich an. Der «Spiegel» berichtet, Biden habe dabei ungewöhnlich scharfe Worte gegen Trump gewählt.
Trump steht wegen Korruptionsvorwürfen in der Kritik
Biden kritisierte mehrere Bauprojekte Trumps in Washington und stellte besonders die Sanierung des Reflecting Pools in den Mittelpunkt. Er bezeichnete das Vorhaben als Symbol für Inkompetenz und persönliche Eitelkeit innerhalb der amtierenden Regierung.
Ausserdem warf Biden seinem Nachfolger einen missbräuchlichen Umgang mit öffentlichen Geldern für persönliche Prestigeprojekte vor. Nach seiner Darstellung habe es Korruption in diesem Ausmass zuvor in keiner amerikanischen Regierung gegeben.
Die Rede griff wiederholt den Umgang mit Steuergeldern und staatlichen Aufträgen auf. Die «Zeit» verweist ebenfalls auf Bidens Vorwürfe von Amtsmissbrauch und Korruption gegen Trump.
Politischer Kontext rückt in den Fokus
Biden verband seine Kritik ausserdem mit Vorwürfen gegen Trumps Aussenpolitik und dessen Umgang mit internationalen Bündnispartnern. Er warf dem amtierenden Präsidenten vor, dem Ansehen der Vereinigten Staaten nachhaltig geschadet zu haben.

Der frühere Präsident trat trotz seiner Krebserkrankung erneut öffentlich auf und setzte dabei deutliche politische Akzente. Seine Rede dauerte rund zehn Minuten und wurde von wiederholtem Husten begleitet.
Die Veranstaltung fand während des beginnenden Wahlkampfs vor den amerikanischen Halbzeitwahlen statt. Die «Frankfurter Rundschau» ordnet Bidens Auftritt als bislang schärfste Attacke auf seinen Nachfolger seit dem Amtsende ein.












