Die kräftig anziehende Inflation in den USA dämpft die Konsumlaune der Amerikaner. Ihre Ausgaben stagnierten im Mai zum Vormonat, wie das US-Handelsministerium am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Zuwachs von 0,4 Prozent gerechnet, nach einem Plus von revidiert 0,9 Prozent im April. Die persönlichen Einkommen der Amerikaner sanken im Mai zugleich um 2,0 Prozent, nach einem kräftigen Rückgang von 13,1 Prozent im Vormonat.
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Der Konsum in den USA hat erstmals seit April wieder einen Rücksetzer erlitten. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Barschecks der Regierung für die Bürger hatten im März eine Konsumwelle losgetreten, die nun abebbt, zumal die Preise kräftig anziehen.

Dies zeigt sich auch bei den persönlichen Ausgaben der Verbraucher, bei denen Energie- und Nahrungsmittelkosten unberücksichtig bleiben. Diese Teuerungsrate stieg im Mai binnen Jahresfrist um 3,4 Prozent. Experten hatten mit diesem Wert gerechnet, nach einem Anstieg von 3,1 Prozent im April.

Die US-Notenbank Fed, die auf Vollbeschäftigung und stabile Preise hinarbeitet, hat diese Daten genau im Blick. Sie strebt einen Wert von zwei Prozent an. Die Fed geht davon aus, dass der starke Preisauftrieb ein vorübergehendes Phänomen ist, das mit der Wiedereröffnung der Wirtschaft nach der Krise zusammenhängt. Sie will daher auf absehbare Zeit am Niedrigzins festhalten. Die Ökonomen der Bank of America prognostizieren allerdings, dass das Inflationsniveau noch über zwei bis vier Jahre erhöht bleiben und dabei zwischen zwei und vier Prozent pendeln wird.

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