3D-Drucker

    Start von erster Rakete aus 3D-Drucker abgebrochen

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    USA,

    In den USA hätte erstmals eine 3D-gedruckte Rakete starten sollen. Nun gab es aber technische Probleme – der Start wurde verschoben.

    Rakete
    Die Triebwerke waren bereits gezündet, als der Start der unbemannten Rakete Terran 1 im US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral wegen technischer Probleme abgebrochen wurde. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Florida musste der Start der ersten 3D-gedruckten Rakete verschoben werden.
    • Nach dem Zünden der Triebwerke tauchten technische Probleme auf.
    • Die Rakete «Terran 1» sei aber in einem guten Zustand.

    Der mit Spannung erwartete Start der weltweit ersten Rakete aus dem 3D-Drucker ist nach mehreren Versuchen wegen technischer Probleme verschoben worden. Die für den Abflug aus Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida vorgesehene «Terran 1» ist aber in gutem Zustand.

    Dies erklärte der Eigentümer, das kalifornische Weltraum-Startup Relativity Space, am Samstag (Ortszeit) im Onlinedienst Twitter.

    Die Triebwerke der unbemannten Rakete waren bereits gezündet worden, als ein Problem mit der «Automatisierung» das Unternehmen zu einem ersten Abbruch zwang. Etwas später verwarf die Firma einen weiteren Startversuch wegen Druckproblemen. Das Team habe sich mächtig angestrengt und werde das auch beim nächsten Mal tun, schrieb Relativity Space weiter bei Twitter: «Weitere Informationen zum neuen Starttermin folgen.»

    3D-gedruckte Rakete soll Daten sammeln

    Nach ihrem Start soll «Terran 1» nach acht Minuten die niedrige Erdumlaufbahn erreichen. Das Ziel des ersten Testflugs ist es, Daten zu sammeln und zu zeigen, dass eine Rakete aus dem 3D-Drucker dem Druck des Starts und der Reise standhalten kann.

    85 Prozent der Raketenmasse wurden mit dem 3D-Drucker aus Metalllegierungen hergestellt. Nach Angaben der Betreiberfirma ist es die «Terran 1» das grösste jemals mit einem 3D-Drucker produzierte Objekt.

    «Langfristig gesehen besteht ein grosser Vorteil des 3D-Drucks in der Möglichkeit, die Raumfahrt aufgrund der unglaublichen Kosteneffektivität, der radikalen Flexibilität und der Anpassung an Kundenwünsche schneller zu demokratisieren», gibt Relativity Space an. Eine so hergestellte Rakete könne in nur 60 Tagen aus Rohmaterialen hergestellt werden.

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