Staatsanwaltschaft fordert Todesstrafe für Täter von Schulmassaker
Mit 17 Toten verübte Nikolas Cruz 2018 eines der schlimmsten Schulmassaker der US-Geschichte. Jetzt fordert die Staatsanwaltschaft den Tod des 24-Jährigen.

Das Wichtigste in Kürze
- Nikolas Cruz tötete 2018 in Parkland (USA) in seiner ehemaligen Schule 17 Personen.
- Laut Staatsanwaltschaft handelte es sich dabei um ein «systematisches Massaker».
- Deshalb fordert sie jetzt die Todesstrafe für den 24-Jährigen.
Im Prozess um das Schulmassaker von Parkland im US-Bundesstaat Florida mit 17 Toten hat die Staatsanwaltschaft die Todesstrafe gegen den Angreifer Nikolas Cruz gefordert.
Der heute 24-Jährige habe 2018 ein «systematisches Massaker» geplant und begangen, sagte Staatsanwalt Michael Satz am Dienstag in seinem Schlussplädoyer vor dem Gericht in Fort Lauderdale. «Die angemessene Strafe für Nikolas Cruz ist die Todesstrafe.»
«Was er tun wollte, was sein Plan war und was er tat, war es, Schulkinder und ihre Betreuer zu ermorden», sagte Satz weiter. «Es war gewollt. Es war zielgerichtet. Und es war ein systematisches Massaker.»
Für die Tat habe sich Cruz den Valentinstag ausgesucht, hob der Staatsanwalt hervor, der sein Plädoyer mit einer Aufzählung der 17 Todesopfer beendete.
Hat sich vor Gericht schuldig bekannt
Der damals 19-jährige Cruz hatte am 14. Februar 2018 mit einem halbautomatischen Gewehr das Feuer auf Schüler und Lehrer seiner ehemaligen Schule, der Marjory Stoneman Douglas High School, eröffnet. Er tötete 14 Schüler und drei Schulmitarbeiter und verletzte 17 weitere Menschen. Der Angriff in Parkland war eines der schlimmsten Schulmassaker in der US-Geschichte.
Cruz hat sich vor Gericht schuldig bekannt. Bei dem laufenden Prozess in Fort Lauderdale geht es deswegen allein um das Strafmass. Die zwölf Geschworenen - sieben Männer und fünf Frauen - müssen entscheiden, ob der 24-Jährige zum Tode verurteilt wird. Gibt es dafür keinen einstimmigen Beschluss, wird Cruz zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe ohne die Aussicht auf vorzeitige Haftentlassung verurteilt.

Cruz' Verteidigerin hatte bereits im August gebeten, auf die Todesstrafe zu verzichten. Ihr Mandant sei mit Hirnschäden auf die Welt gekommen, weil seine alkoholkranke Mutter während der Schwangerschaft Alkohol getrunken und Drogen konsumiert habe. «Er wurde im Mutterleib vergiftet», sagte Anwältin Melisa McNeill.