Senatswahl in Texas: Bush-Bruder Neil stimmt für Demokraten Talarico

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    USA,

    Der Unternehmer Neil Bush, Bruder des früheren republikanischen US-Präsidenten George W. Bush, hat bei den Midterms entgegen der Familientradition für einen Demokraten gestimmt.

    ARCHIV - George W. Bush (r-l), ehemaliger Präsident der USA, seine Frau Laura Bush, sein Bruder Neil Bush und Sharon Bush erweisen dem verstorbenen ehemaligen US-Präsidenten George H....
    ARCHIV - George W. Bush (r-l), ehemaliger Präsident der USA, seine Frau Laura Bush, sein Bruder Neil Bush und Sharon Bush erweisen dem verstorbenen ehemaligen US-Präsidenten George H.... - Keystone/Pool AP/Alex Brandon

    Zum einen halte er den von Präsident Donald Trump unterstützten republikanischen Senats-Kandidaten Ken Paxton im Bundesstaat Texas für ungeeignet, schrieb Bush auf Facebook. Zum anderen bewundere er «den Charakter und die Prinzipien» des demokratischen Bewerbers James Talarico.

    Die Midterms finden am 3. November statt, doch in vielen Bundesstaaten ist die Stimmabgabe bereits jetzt möglich. Texas gilt eigentlich als republikanische Hochburg, doch Umfragen zufolge zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Paxton (63) und Talarico (37) ab. Talarico wäre der erste demokratische US-Senator aus Texas seit über drei Jahrzehnten.

    Bush stört sich an Paxtons Loyalität zu Trump

    Besonders kritisch äusserte sich Bush darüber, dass Paxton als Texas' Generalstaatsanwalt im Jahr 2020 Trumps Niederlage bei der Präsidentenwahl angefochten und seine – mehrfach widerlegte – Betrugsthese gestützt hatte.

    Das sei «ein Affront gegenüber unseren demokratischen Institutionen» gewesen, und sowohl Trump als auch dessen Unterstützer hätten der Republikanischen Partei enormen Schaden zugefügt. «Ich mache mir Sorgen um eine politische Kultur, in der die Loyalität gegenüber einer Person Vorrang vor der Loyalität gegenüber Prinzipien hat», schrieb Bush.

    «Es ist schwer, sich all dieser Altlasten zu entziehen»

    Wegen Vorwürfen von Korruption und Amtsmissbrauch musste sich Paxton bereits einem Amtsenthebungsverfahren stellen. Im vergangenen Jahr verliess ihn zudem seine Frau, die ihm Untreue vorwarf – nicht nur im konservativ geprägten Bundesstaat Texas kann so etwas zum Problem für einen Politiker werden.

    Trump hatte sich erst kurz vor der Vorwahl in Texas für Paxton ausgesprochen und den republikanischen Senator John Cornyn fallengelassen. Die Entscheidung sorgte auch unter Republikanern in Washington für Unverständnis. Zu den Erfolgschancen Paxtons und seiner Vita sagte Cornyn Ende September: «Es ist schwer, sich all dieser Altlasten zu entziehen.»

    Neil Bush stammt aus einer republikanischen Präsidentenfamilie. Sein Bruder George W. war von 2001 bis 2009 Präsident. Sein Vater George H. W. hatte das Amt von 1989 bis 1993 inne.

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    Kommentare

    User #5741 (nicht angemeldet)

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