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    Russland sieht EU nach Baustopp für Nord Stream 2 am Zug

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    USA,

    Russland sieht nach den US-Sanktionen gegen die Ostseepipeline Nord Stream 2 und dem Baustopp des Projekts nun die Europäische Union am Zug für einen Ausweg aus der Lage.

    An Bord des Verlegeschiffs «Audacia» werden Rohre für die Gaspipeline Nord Stream 2 verschweisst und auf dem Grund der Ostsee verlegt. Foto: Bernd Wüstneck/dpa
    An Bord des Verlegeschiffs «Audacia» werden Rohre für die Gaspipeline Nord Stream 2 verschweisst und auf dem Grund der Ostsee verlegt. Foto: Bernd Wüstneck/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • «Wir sind überzeugt, dass wir das Problem in Zusammenarbeit mit den europäischen Ländern - mit der EU - lösen und einen Kompromiss finden können», sagte Kosak.

    Die EU habe ein Interesse an der eigenen Energiesicherheit zu akzeptablen Preisen, sagte der russische Vize-Regierungschef Dmitri Kosak dem russischen Staatsfernsehen am Mittwoch. Das russische Pipeline-Gas sei 30 Prozent günstiger als das Flüssiggas aus den USA, sagte er.

    «Wir sind überzeugt, dass wir das Problem in Zusammenarbeit mit den europäischen Ländern - mit der EU - lösen und einen Kompromiss finden können», sagte Kosak.

    Die USA dagegen warnen vor einer zu grossen Abhängigkeit der EU von russischem Gas. Sie wollen das Projekt verhindern und haben Sanktionen dagegen erlassen. Die Leitung Nord Stream 2 kostet rund zehn Milliarden Euro. Sie ist zu über 90 Prozent fertig und sollte ursprünglich bis Jahresende startklar sein. Wegen der US-Sanktionen sind aber nun die Verlegearbeiten der Röhren am Boden der Ostsee gestoppt. Russland muss dafür neue Schiffe suchen.

    Vize-Regierungschef Kosak sagte, dass Russland mit weiterem Druck von den USA gegen das Projekt rechne. Moskau erwartet vor allem Verzögerungen, geht aber davon aus, dass die Leitung zwischen Russland und Deutschland vollendet wird. Es handele sich um ein «wirtschaftliches Projekt» im Interesse Europas, betonte Kosak.

    Die russische Vize-Aussenminister Sergej Rjabkow bekräftigte am Mittwoch, dass Russland mit Gegenmassnahmen auf die US-Sanktionen reagieren werde. Denkbar seien etwa russische Einreiseverbote für Amerikaner, die Sanktionen gegen Russland vorantrieben. US-Firmen, die in Russland tätig seien, sollten aber verschont bleiben.

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