Reaktion auf Trump: Aus «South Park» wird «South America»
«South Park» heisst für seine kommende Staffel «South America». Damit verspotten die Macher Donald Trumps geografische Umbenennungen.

Die Macher von «South Park» haben die Serie als Reaktion auf Donald Trumps geografische Umbenennungen in «South America» umbenannt. Der Schritt spielt unter anderem auf die neuen Bezeichnungen «Gulf of America» und «Lake America» an, berichtet «CNN».
Die Schöpfer Trey Parker und Matt Stone kündigten die Namensänderung über die Social-Media-Kanäle der Serie an. «Inspiriert vom Mut und Patriotismus von Apple und Google ändern wir den Namen von ‹South Park› zu ‹South America›», erklärten sie.

Auch das Profil der Serie auf X trägt inzwischen den Namen «South America». Die Änderung gilt für die kommende 29. Staffel, die noch im September startet, berichtet die «BBC».
Nach «Gulf of America» folgt «Lake America»
Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit hat Donald Trump mehrfach geografische Bezeichnungen ins Visier genommen, berichtet «Reuters». Im Januar 2025 ordnete er die Umbenennung des Golfs von Mexiko in «Gulf of America» für den US-Bundesgebrauch an.
Ende August 2026 benannte Trump auch den Lake Ontario per Verfügung in «Lake America» um. Die Änderung gilt laut «Reuters» für den offiziellen Gebrauch der US-Bundesbehörden und erfolgte vor dem Hintergrund wachsender Handelskonflikte mit Kanada.

Apple übernahm «Lake America» anschliessend in seinem Kartendienst für Nutzer in den USA, berichtet die «BBC». Auch Google verwendet dort Trumps neue Bezeichnungen, während ausserhalb der USA weiterhin andere Namen angezeigt werden.
Aus New Mexico soll «New America» werden
Am Wochenende brachte Trump eine weitere geografische Umbenennung ins Spiel, diesmal innerhalb der USA. Auf Truth Social veröffentlichte er eine Karte, auf der New Mexico in «New America» umbenannt war, berichtet «CNN».
Auf dem Bild war «Mexico» durchgestrichen und durch «America» ersetzt worden, zunächst ohne weitere Erklärung. Trump kann den Namen eines Bundesstaats jedoch nicht eigenmächtig ändern, ein entsprechender Prozess müsste innerhalb New Mexicos erfolgen.
Die demokratische Gouverneurin Michelle Lujan Grisham wies den Vorstoss umgehend zurück. «New Mexicos Name steht nicht zur Debatte», erklärte sie laut «CNN» und warf Trump ein Ablenkungsmanöver vor.
«South Park» setzt Trump-Satire fort
Kanada erkennt die von Trump verfügte Bezeichnung «Lake America» nicht an und hält am Namen Lake Ontario fest. Auch andere Staaten sind nicht verpflichtet, die für den offiziellen US-Gebrauch angeordnete Namensänderung zu übernehmen, berichtet «Reuters».
Mit «South America» setzen die Macher von «South Park» nun ihre wiederholten satirischen Angriffe auf Trump fort. Bereits in der 27. Staffel wurde der US-Präsident unter anderem als Liebhaber Satans dargestellt.

Das Weisse Haus reagierte damals mit scharfer Kritik und bezeichnete die Serie als seit Jahrzehnten irrelevant, berichtet die «Washington Post». In ihrer aktuellen Ankündigung verspotteten Parker und Stone zudem ihre Muttergesellschaft Paramount als «Skydance Capitulation».












