Ein Kleintransporter ist während einer Pride-Parade in Florida in die Menschenmenge gefahren. Der Unfall hat ein Toter und mehrere Verletzte gefordert.
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An diesem Unglücksort in Florida fuhr der Kleintransporter in die Menge und forderte ein Toter. - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Während einer Pride-Parade in Florida ist ein Kleintransporter in die Menge gefahren.
  • Dabei wurden mindestens zwei Männer verletzt, einer der beiden verstarb im Spital.
  • Die Polizei ermittelt nun, ob es sich dabei um einen Unfall oder einen Anschlag handelt.

An einer Pride-Parade im US-Bundesstaat Florida ist ein Kleintransporter während des Umzugs in die Menschenmenge gefahren. Mindestens zwei Personen wurden verletzt und eine Person starb an den Folgen. Es ist noch unklar, ob es sich dabei um eine Attacke oder einen Unfall handelt. Die Polizei hat den Fahrer vorläufig festgenommen.

Der Mann habe den Lieferwagen zunächst bei den Festwagen im Umzug eingereiht, wie der örtliche Sender «Local 10 News» berichtet. Dann habe er plötzlich beschleunigt und mindestens zwei Männer umgefahren. Rettungskräfte eilten den Opfern zu Hilfe und brachten sie ins Broward Health Medical Center. Dort wurde einer der Männer für tot erklärt, der andere wird voraussichtlich überleben.

Fahrer und Opfer kannten sich

Der Fahrer habe ein T-shirt des Männer-Chors «Fort Lauderdale Gay Men's Chorus» getragen. Er und die beiden Angefahrenen waren Mitglieder dieses Chors, wie der Präsident des Chors, Justin Knight, bestätigte. Er sagte auch, dass der Fahrer «Teil der Chor-Familie» sei. «Meines Wissens war dies kein Angriff auf die LGBTQ-Gemeinschaft.»

Laut weiteren Berichten habe der Kleintransporter nur knapp das Auto von der demokratischen Kongressabgeordneten Debbie Wasserman Schultz verfehlt. Sie hat in einem Cabrio ebenfalls an dem Umzug teilgenommen. Der Bürgermeister von Fort Lauderdale, Dean Trantalis, ist deshalb überzeugt, dass es sich um einen Anschlag auf die Abgeordnete handelte.

Kleintransporter
Die Kongressabgeordneten Debbie Wasserman Schultz macht ein Telefon, nachdem der Kleintransporter in die Massen fuhr. - Keystone

«Dies ist ein terroristischer Angriff gegen die LGBT-Gemeinschaft», sagte er zu «Local 10 News». «Es war kein Unfall. Es war vorsätzlich, und es war gegen eine bestimmte Person gerichtet.» Die Abgeordnete meldete sich später in einer persönlichen Meldung zu Wort.

«Ich bin so untröstlich über das, was bei dieser Feier geschehen ist. Wir beten für die Opfer und ihre Angehörigen, während die Strafverfolgungsbehörden ermitteln. Und ich biete ihnen jede erdenkliche Unterstützung an», hiess es in der Mitteilung.

Der Fahrer von dem Kleintransporter hat bei seiner Festnahme darauf bestanden, dass es ein Unfall war. Er wird nun weiter verhört und es wurden auch FBI-Beamte in die Ermittlungen einbezogen. Der Umzug wurde nach dem Vorfall abgebrochen.

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