Pentagon: Weiterer russischer Truppenaufmarsch übers Wochenende

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    Laut der US-Regierung hat Russland seine Bodentruppen an der ukrainischen Grenze weiter verstärkt. Zudem beobachte man zunehmende Aktivitäten der Marine.

    Pentagon-Sprecher John Kirby spricht bei einem Briefing im Pentagon. Foto: Andrew Harnik/AP/dpa
    Pentagon-Sprecher John Kirby spricht bei einem Briefing im Pentagon. Foto: Andrew Harnik/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Andrew Harnik

    Das Wichtigste in Kürze

    • Russland soll laut den USA weitere Truppen ins ukrainische Grenzgebiet geschickt haben.
    • Die Marine hat zudem ihre Aktivitäten im Mittelmeer und der Atlantik erhöht.
    • Pentagon-Sprecher Kirby betont, die USA werde keine Truppen in die Ukraine schicken.

    Russland hat nach Angaben der US-Regierung seine Truppen an der Grenze zur Ukraine weiter verstärkt. «Im Laufe des Wochenendes sind weitere russische Bodentruppen in Belarus und an der Grenze zur Ukraine aufmarschiert», sagte Pentagon-Sprecher John Kirby am Montag in Washington.

    Ausserdem beobachte man zunehmende Aktivitäten der Marine im Mittelmeer und im Atlantik. Es handle sich um «nichts Feindliches», so Kirby. «Aber sie haben mehr Schiffe, sie üben auf See, sie erhöhen eindeutig die Fähigkeiten, die sie auf See haben, wenn sie sie brauchen.»

    Biden hat 8500 Soldaten in den USA in erhöhte Bereitschaft versetzt

    Mit Blick auf US-Präsident Joe Bidens Ankündigung, wegen der Ukraine-Krise bald zusätzliche US-Truppen in die osteuropäischen Nato-Staaten zu verlegen, sagte Kirby: «Eine Option, die uns zur Verfügung steht, ist der Einsatz von US-Streitkräften, die sich bereits in Europa aufhalten. Man muss nicht unbedingt Truppen aus den USA oder aus anderen Orten einfliegen lassen.» In Europa sind regulär auch ausserhalb von Krisenzeiten Zehntausende US-Soldaten stationiert, darunter rund 35'000 in Deutschland.

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    Russland ist laut britischen Militärexperten mit der Ausrüstung und dem Training der Rekruten überfordert. (Archivbild) - Keystone

    Auf Bidens Anordnung hin waren am Montag 8500 Soldaten in den USA in erhöhte Bereitschaft versetzt worden, um bei Bedarf eine schnelle Verlegung zu ermöglichen. Kirby betonte, dass es sich dabei um zusätzliche Truppen handele. Der Pentagon-Sprecher machte keine Angaben, wann oder wie viele US-Soldaten wohin verlegt werden sollen. Er betonte aber noch einmal, dass keine US-Soldaten in die Ukraine geschickt würden.

    Angesichts eines Aufmarschs von über 100'000 Soldaten in der Nähe der Ukraine wird im Westen befürchtet, dass der Kreml einen Einmarsch in die ehemalige Sowjetrepublik plant. Für möglich wird allerdings auch gehalten, dass nur Ängste geschürt werden sollen. Damit sollen die Nato-Staaten zu Zugeständnissen bei Forderungen nach neuen Sicherheitsgarantien bewegt werden. Moskau dementiert Pläne zu einem angeblichen Einmarsch.

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