In Dallas treffen sich Rechtskonservative zur «Conservative Political Action Conference» und Ungarns Ministerpräsident ruft zu «totaler Verteidigung» gegen progressive Liberale auf.
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban spricht auf der «Conservative Political Action Conference».
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban spricht auf der «Conservative Political Action Conference». - Lm Otero/AP/dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat in den USA zum Kampf gegen Liberale aufgerufen und diese mit Kommunisten gleichgesetzt.

«Wir brauchen eine totale Verteidigung», sagte Orban in Dallas zum Auftakt einer Konferenz Rechtskonservativer. Orban sprach von einem «Kulturkrieg». «Wenn jemand Zweifel hat, ob progressive Liberale und Kommunisten dasselbe sind, fragt einfach uns Ungarn (...) Sie sind das Gleiche. Also müssen wir sie wieder besiegen.» Orban bediente sich in seiner Rede immer wieder der Kriegsrhetorik.

Orban bekam von den einigen hundert Zuschauerinnen und Zuschauern im Saal lauten Applaus. Er bezeichnete sich als «altmodischer Freiheitskämpfer» und behauptete, sein Land werde von «progressiven Liberalen» belagert. «Wir brauchen mehr Rangers, weniger Dragqueens und mehr Chuck Norris», sagte Orban weiter. Chuck Norris ist ein US-amerikanischer Kampfkünstler.

«Ihr müsst mutig sein. Wenn ihr Angst habt, habt ihr eine Aufgabe zu erfüllen», sagte er an seine US-amerikanischen Gastgeber gerichtet. «Das Einzige, was wir Ungarn euch zeigen können, ist, wie wir uns nach unseren eigenen Regeln wehren können.»

Die «Conservative Political Action Conference» ist ein regelmässiges Treffen Rechtskonservativer, bei dem sich auch zahlreiche Anhänger des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump und Verschwörungstheoretiker versammeln. Bei dem Treffen, das bis Sonntag andauert, wird auch Trump sprechen - und zwar am Samstagabend (Ortszeit). Ausserdem erwartet werden der Trump-Gefährte Steve Bannon, die für rechte Verschwörungstheorien bekannte US-Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene und die erzkonservative frühere Gouverneurin von Alaska und Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin.

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