Die Nachricht von seiner Auszeichnung mit dem Medizin-Nobelpreis hat den Wissenschaftler Ardem Patapoutian anscheinend zu noch nächtlicher Stunde erreicht - die offizielle Verkündung schaute er sich danach mit seinem Sohn Luca im Bett sitzend an.
Nobelpreis-Medaille
ARCHIV - 08.12.2007, Schweden, Stockholm: Eine Medaille mit dem Konterfei von Alfred Nobel ist im Nobel Museum zu sehen. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Foto, welches das Karolinska-Institut am Montag per Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlichte, zeigt die beiden noch etwas schlaftrunken wirkend in Kissen und Decken gekuschelt.

Patapoutian hat einen Laptop auf seinen Knien - und ein sehr glückliches Lächeln im Gesicht.

Gemeinsam mit dem US-Amerikaner David Julius hatte der im Libanon geborene US-Forscher zuvor den diesjährigen Nobelpreis für Physiologie oder Medizin bekommen. Patapoutian arbeitet an der Forschungseinrichtung Scripps Research im kalifornischen San Diego. 2000-2014 war er nebenbei auch für die Novartis Research Foundation tätig.

Auch Julius wurde zu früher Stunde vom Karolinska-Institut informiert, wie seine Frau Holly Ingraham bei Twitter schrieb. Dazu stellte sie ein Bild von Julius, wie er - offenbar noch im Morgenmantel - auf ein elektronisches Gerät blickt. «Wir dachten, es wäre ein Streich», schrieb sie zu einem anderen Foto, das die beiden zeigt, wie sie mit Morgenkaffee anstossen.

Es sei schwierig gewesen, mit den beiden Forschern in Kontakt zu kommen, erst mit Hilfe von Angehörigen habe das funktioniert, sagte der Sekretär der Nobelversammlung des Stockholmer Karolinska-Instituts, Thomas Perlmann, am Montag bei der Bekanntgabe der Preisträger in der Kategorie Physiologie oder Medizin. Als er sie dann doch telefonisch erreicht habe, hätten sie überrascht und sehr, sehr froh reagiert, sagte Perlmann.

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