Nach Umbenennung: Jetzt boykottieren Passagiere Trump-Flughafen
US-Präsident Donald Trump hat den Flughafen in West Palm Beach persönlich umbenennen lassen. Das hat offenbar Auswirkungen auf die Passagierzahlen.

Das Wichtigste in Kürze
- US-Präsident Donald Trump hat in der Vergangenheit immer wieder öffentliche Einrichtungen umbenennen lassen.
- So wurde nun aus dem Flughafen West Palm Beach der «Donald J. Trump International Airport».
- Bei einer Airline führt das zu Unsicherheiten, wie ein internes Schreiben zeigt.
Donald Trump hat ein Faible für grosse Namen – am liebsten seinen eigenen. Immer wieder hat der US-Präsident öffentliche Einrichtungen umbenennen lassen. Aus dem Verteidigungsministerium wurde kurzerhand das «Kriegsministerium», aus dem Kennedy Center das «Trump Kennedy Center».
Mit letzterem kam Trump allerdings nicht weit. Ein Bezirksrichter schob dem Vorhaben einen Riegel vor: Ohne ein Gesetz des Kongresses darf das Kulturzentrum nicht umbenannt werden. Der Name «Trump» musste also wieder entfernt werden.
Beim Flughafen in West Palm Beach lief es für den Republikaner dagegen besser. Dieser trägt inzwischen den Namen «Donald J. Trump International Airport». Doch die Umbenennung sorgt nun ausgerechnet bei einer Fluggesellschaft für Kopfzerbrechen.
Airline rechnet mit Trump-Gegnern
Wie das Reiseportal «Live and Let's Fly» berichtet, verschickte United Airlines intern ein Schreiben an ihre Mitarbeitenden. Darin geht es um den Fall, dass Passagiere wegen des neuen Namens nicht mehr über den Flughafen reisen möchten.
Für solche Fälle hatte die Airline offenbar bereits einen Plan: Betroffene sollten kostenlos auf nahegelegene Flughäfen wie Miami oder Fort Lauderdale umgebucht werden. Selbst dann, wenn die Ersatzverbindung teurer als die ursprüngliche Reise ist.
Sogar ein Gesprächsleitfaden lag dem Schreiben bei. «Ich verstehe, dass Sie lieber nicht mehr zu diesem Flughafen fliegen möchten», lautet einer der vorgeschlagenen Sätze. «Wir können stattdessen Flughäfen in der Nähe wie Fort Lauderdale oder Miami in Betracht ziehen. Ist das eine akzeptable Alternative?»
Schreiben war «unglücklich formuliert»
Nachdem mehrere US-Medien über das interne Memo berichtet hatten, ruderte United Airlines allerdings zurück. Das Schreiben sei «unglücklich formuliert» und «unzutreffend» gewesen.
Eine kostenlose Umbuchung aus Unzufriedenheit über den neuen Flughafennamen sei nicht vorgesehen. Dass das interne Schreiben existiert, bestreitet die Fluggesellschaft allerdings nicht.
Die Umbenennung zum «Donald J. Trump International Airport» ist jedoch lediglich Der erste Teil der Namensänderung.
Am 18. August soll auch der internationale Drei-Buchstaben-Code des Flughafens angepasst werden. Statt PBI heisst er künftig DJT.





















