Midterms: Korruptions-Sorgen treiben Amis an die Urnen

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    USA,

    Viele Amis glauben, dass sich Politiker bereichern, anstatt den Menschen zu helfen. Korruption treibt dann auch viele an die Urnen.

    Midterms
    Bei den Midterms beeinflussen Lebenshaltungskosten und Korruption die Wahlentscheidung. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Korruption ist nach der Inflation der wichtigste Faktor bei der Wahlentscheidung vor den Midterms.
    • Viele Amerikaner halten die Politiker für korrupt.
    • Sie würden die Interessen von sich selbst und Spendern höher gewichten.

    Am Dienstag stehen die wichtigen Zwischenwahlen in den USA an. Laut einer Umfrage sind die Lebenshaltungskosten der wichtigste Faktor bei der Wahlentscheidung. Gleich dahinter folgt Korruption.

    Die Umfrage des «Guardians» definiert Korruption wie folgt: Gewählte Politiker gewichten ihre eigenen finanziellen Interessen oder jene von Spendern höher als die Interessen der Öffentlichkeit.

    12 Prozent der Befragten geben an, dass das der wichtigste Faktor bei der Wahlentscheidung sei. 76 Prozent sind gar der Ansicht, dass Politiker gemäss der Definition korrupt sind.

    Die Umfrageteilnehmer gaben an, dass die Korruption bei Republikanern grösser sei als bei Demokraten. Selbst 29 Prozent der republikanischen Wähler sehen das so. Viele US-Amerikaner sind aber der Meinung, dass Korruption beide Parteien betrifft.

    Während seiner zweiten Amtszeit wurde Donald Trump mehrfach vorgeworfen, seine Interessen oder jene von Spendern in den Vordergrund zu stellen.

    Glaubst du, die Republikaner werden bei den Midterms verlieren?

    So baut er einen Ballsaal ans Weisse Haus für rund 400 Millionen Dollar. Der Grossteil des Geldes stammt von Spendern, darunter Nvidia oder Apple. Auch seine eigene Krypto-Währung, ein geschenkter Jet aus Katar und die Kryptogeschäfte seiner Söhne sorgen für Kritik.

    Rekordhohe Spenden vor Midterms

    Elon Musk erhielt nach dem Wahlsieg eine eigene Behörde und durfte in der Verwaltung aufräumen, rund 420’000 Beamte wurden entlassen. Zuvor unterstützte der Tesla-Chef den Republikaner mit 300 Millionen Dollar im Wahlkampf.

    Die hohen Wahlkampfspenden verstärken den Korruptions-Eindruck der Amerikaner. Für die Midterms haben rund 40 Grossspender 2,5 Milliarden Dollar gespendet. Die TV-Werbungen kosteten rund 11,2 Milliarden Dollar – ein neuer Höchstwert.

    Auch basierend auf diesen Zahlen stimmen 78 Prozent der Wähler folgender Aussage zu: «Gewählte Politiker kümmern sich mehr darum, sich selbst zu bereichern, als Menschen wie mir zu helfen.»

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    Kommentare

    User #1690 (nicht angemeldet)

    Erst jetzt merken die das ...amerikanische Regierungen waren schon immer korrupt und Kriegstreiber

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