Machtkampf um Lisa Cook: Entlassene Fed-Gouverneurin im Fokus
Lisa Cook, bis vor Kurzem Fed-Gouverneurin, kämpft gegen ihre Entlassung durch Trump – das sorgt für Wirbel wegen der Unabhängigkeit der US-Notenbank.

Lisa Cook leitete seit 2022 als erste schwarze Frau einen Sitz im Direktorium der amerikanischen Notenbank Federal Reserve. Sie wurde unter Präsident Biden ernannt. Doch wer ist die Frau, die momentan überall in den Medien präsent ist?
Cook gilt als erfahrene Ökonomin mit Polit-Erfahrung und war unter anderem als Beraterin für Barack Obama tätig, schreibt das «Handelsblatt».
Lisa Cook ist renommierte Makroökonomin und war zuvor Professorin an der Michigan State University. Sie forschte zu Rassismus, Wirtschaftsgeschichte der Afroamerikaner und beriet Regierungen in den USA und Afrika, wie «nd aktuell» berichtet.
Anfeindungen gegen Lisa Cook
Während ihrer Karriere hat sie immer wieder Anfeindungen erlebt. Als Kind erlitt sie Verletzungen durch Segregationisten, nachdem sie sich an einer vormals weissen Schule einschrieb.
US-Präsident Donald Trump hat Cook Ende August mit sofortiger Wirkung entlassen. Er wirft ihr vor, sie habe bei Hypothekengeschäften 2021 falsche Angaben gemacht, was grobe Nachlässigkeit belege.
Schritte gegen die Absetzung
Diese Vorwürfe sind jedoch nicht belegt, so die «Frankfurter Allgemeine Zeitung». Cook wehrt sich entschieden gegen ihre Absetzung.

Ihrer Ansicht nach fehlt dem Präsidenten die Befugnis, ein vom Senat bestätigtes Fed-Mitglied einfach zu entfernen. Dies würde die Unabhängigkeit der Notenbank massiv bedrohen, so Cook laut dem «ZDF».
Unabhängigkeit der Notenbank in Gefahr
Fachleute betonen, dass die langjährige Amtszeit der Gouverneure eine zentrale Sicherung der geldpolitischen Unabhängigkeit darstellt, wie die «Tagesschau» berichtet.
Cooks Anwälte haben Klage gegen die Entscheidung eingereicht. Der Fall wird daher voraussichtlich vor dem Obersten Gerichtshof landen, so das «Handelsblatt».