Elf Abtrünnige der Farc-Guerilla wurden bei einem Militäreinsatz in Puerto Leguízamo getötet. Vier weitere Kriminelle wurden festgenommen.
Ein Demonstrant schwenkt während eines «Marsches für das Leben und den Frieden» von Ex-Kämpfern der Farc-Guerilla die Fahne von Kolumbien. Foto: Camila Diaz/colprensa/dpa
Ein Demonstrant schwenkt während eines «Marsches für das Leben und den Frieden» von Ex-Kämpfern der Farc-Guerilla die Fahne von Kolumbien. Foto: Camila Diaz/colprensa/dpa - sda - Keystone/colprensa/Camila Diaz

Das Wichtigste in Kürze

  • Das kolumbianische Militär hat elf Farc-Abtrünnige getötet.
  • Vier weitere Kriminelle konnten festgenommen werden.

Bei einem Militäreinsatz im Süden Kolumbiens sind elf Abtrünnige der Farc-Guerilla ums Leben gekommen. Zudem sei in Puerto Leguízamo im Departament Putumayo die Festnahme von vier weiteren Kriminellen gelungen. Dies schrieb der kolumbianische Präsident Iván Duque am Montagabend (Ortszeit) auf Twitter.

Kolumbien litt mehr als 50 Jahre lang unter einem bewaffneten Konflikt zwischen Streitkräften, linken Guerillagruppen und rechten Paramilitärs. Die grösste Rebellen-Organisation Farc schloss 2016 einen Friedensvertrag mit der Regierung.

Sicherheitslage etwas stabiler

Die Sicherheitslage in dem südamerikanischen Land hat sich seitdem verbessert. Tausende sogenannte Farc-Dissidenten weigerten sich allerdings. Sie kämpfen immer noch gegen die Regierung und mit Banden um die Kontrolle des Drogenhandels.

Am Samstag war es in der Hauptstadt Bogotá zu einer Explosion in einer Polizeistation gekommen. In deren Folge erlagen zwei Kinder ihren Verletzungen. Duque sprach in dem Zusammenhang von einem «feigen Terrorismus der Farc-Dissidenten».

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Anschläge auf die Polizei und öffentliche Einrichtungen. Diese wurden etwa Abtrünnigen der Farc oder noch aktiven Mitgliedern der kleineren ELN-Guerilla zugeschrieben oder zu denen diese sich bekannten.

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