Das kolumbianische Militär hat nahe der Grenze zu Venezuela 23 Farc-Dissidenten getötet. Unter ihnen waren auch zwei Anführer der Guerillakämpfer.
Ausbildungslager für ehemalige Farc-Kämpfer
Ausbildungslager für ehemalige Farc-Kämpfer - AFP

Bei einem Militäreinsatz im Osten Kolumbiens nahe der Grenze zu Venezuela sind 23 Guerillakämpfer ums Leben gekommen. Unter den getöteten Farc-Dissidenten seien die beiden Anführer alias «Arturo» und alias «Ernesto», deren Organisation im Department Arauca Verbrechen begehe, hiess es in einem Tweet des kolumbianischen Verteidigungsministeriums am Donnerstag (Ortszeit). Fünf weitere Kriminelle seien festgenommen worden.

Der kolumbianische Verteidigungsminister Diego Molano schrieb Jorge Eliécer Jiménez alias «Arturo», der an den Friedensverhandlungen in Havanna teilgenommen habe, unter anderem die Verantwortung an «terroristischen Attentaten» und der Ermordung von ehemaligen Farc-Kämpfern zu.

Langer bewaffneter Konflikt

Kolumbien litt jahrzehntelang unter einem bewaffneten Konflikt zwischen Streitkräften, linken Guerillagruppen und rechten Paramilitärs. Die grösste Rebellen-Organisation Farc schloss 2016 einen Friedensvertrag mit der Regierung.

Die Sicherheitslage in dem südamerikanischen Land hat sich seitdem verbessert. Tausende sogenannte Farc-Dissidenten weigerten sich allerdings und kämpfen immer noch gegen die Regierung und mit Banden um die Kontrolle des Drogenhandels.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das kolumbianische Militär ist nahe Venezuela gegen Farc-Dissidenten vorgegangen.
  • Dabei wurden 23 Guerillakämpfer, darunter auch zwei Anführer, getötet.

Mehr zum Thema:

Regierung Farc