Kapitol-Angriff: Biden erlaubt Freigabe von Trump-Dokumenten

    Keystone-SDA
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    Ein Untersuchungsgremium in den USA befasst sich mit dem Angriff auf das Kapitol durch Trump-Anhänger. Nun hat Präsident Joe Biden neue Dokumente freigegeben.

    ARCHIV - Unterstützer von US-Präsident Trump stehen auf dem Gang vor der Senatskammer im Kapitol. Mehr als fünf Monate nach der Erstürmung des US-Kapitols gibt es nun ein erstes Gerichtsurteil gegen eine Beteiligte. Foto: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa
    ARCHIV - Unterstützer von US-Präsident Trump stehen auf dem Gang vor der Senatskammer im Kapitol. Mehr als fünf Monate nach der Erstürmung des US-Kapitols gibt es nun ein erstes Gerichtsurteil gegen eine Beteiligte. Foto: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Manuel Balce Ceneta

    Das Wichtigste in Kürze

    • US-Präsident Biden hat Dokumente aus der Amtszeit seines Vorgängers freigegeben.
    • Diese sollen nun der Aufarbeitung der Attacke aus das US-Kapitol dienen.
    • Ex-Präsident Donald Trump versucht schon länger, die Herausgabe zu verhindern

    US-Präsident Joe Biden hat erneut die Freigabe von Unterlagen aus der Amtszeit seines Vorgängers Donald Trump für die Aufarbeitung der Attacke auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 bewilligt.

    In einem Brief, der am Mittwoch öffentlich wurde und der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, wies das Weisse Haus das Nationalarchiv an, Dokumente herauszugeben, die das zuständige Untersuchungsgremium im Repräsentantenhaus angefordert habe. Konkret gehe es um Aufzeichnungen über Besucher im Weissen Haus an jenem 6. Januar, als Trump noch im Amt war.

    Trumps Anspruch zurückgewiesen

    Biden wies mit dem Schreiben erneut ausdrücklich Trumps Anspruch auf das Exekutivprivileg zurück. Dabei handelt es sich um das Vorrecht des Präsidenten, gewisse Informationen geheimzuhalten.

    Präsident Biden habe festgestellt, dass die Geltendmachung des Exekutivprivilegs in diesem Fall nicht im besten Interesse der Vereinigten Staaten und daher mit Blick auf die angeforderten Unterlagen nicht gerechtfertigt sei, hiess es in dem Schreiben.

    mike pence
    Ex-Chef von Mike Pence: Der ehemalige US-Präsident Donald Trump. (Archivbild) - Keystone

    Trump versucht bereits seit langem, unter Berufung auf das Exekutivprivileg die Herausgabe von Dokumenten an den Untersuchungsausschuss zu verhindern, scheiterte damit jedoch vor Gericht. Biden hatte bereits im vergangenen Jahr die Weitergabe anderer Dokumente aus dem Nationalarchiv an den Ausschuss erlaubt.

    Kapitol-Sturm am 2. Januar 2021

    Anhänger Trumps hatten am 6. Januar 2021 den Sitz des US-Kongresses in der Hauptstadt Washington erstürmt. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist. Trump musste sich wegen des Angriffs einem Amtsenthebungsverfahren stellen, weil er seine Anhänger zuvor in einer Rede aufgestachelt hatte. Am Ende des Verfahrens wurde er freigesprochen. Der Untersuchungsausschuss im Repräsentantenhaus soll die Hintergründe des Angriffs auf das Kapitol aufklären.

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