Gazprom

    Kanadas Premier Trudeau verteidigt Rückgabe russischer Turbine

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Kanada,

    Kanada gibt der russischen Firma Gazprom die von Siemens gewartete Turbine trotz Sanktionen zurück. Premierminister Trudeau verteidigt den Entscheid.

    Turbine
    Turbinen-Wartung bei Siemens: Aus Sicht der Bundesbank-Experten wäre ein leichter Rückgang des BIP im Sommer «als Teil einer konjunkturellen Normalisierung zu sehen. Foto: Daniel Karmann - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Trotz Sanktionen will Kanada die Gazprom-Turbine zurückschicken.
    • Diesen Entscheid hat der kanadische Premierminister Trudeau nun verteidigt.
    • Das russische Unternehmen hatte zuletzt die Gaslieferungen wegen der Turbine gedrosselt.

    Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat die Entscheidung verteidigt, eine in seinem Land gewartete russische Turbine zurückzugeben. Es sei eine schwierige, aber notwendige Entscheidung gewesen, sagte Trudeau kanadischen Medienberichten zufolge bei einer Pressekonferenz. Angesichts drohender Energie-Engpässe habe sein Land Deutschland und andere europäische Verbündete unterstützen müssen.

    «Wir sehen, wie Russland immer wieder versucht, Energie als Waffe zu benutzen, um die Verbündeten zu spalten», sagte Trudeau. Man habe die Entscheidung getroffen, um sicherzustellen, dass Regierungen und Bevölkerung «fest und grosszügig in ihrer Unterstützung der Ukraine bleiben».

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor kritisiert, dass die geplante Lieferung der Turbine für die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 ein völlig falsches Signal an Moskau sende.

    Gazprom drosselt Lieferungen wegen Turbine

    Seit Juni hatte der russische Staatskonzern Gazprom die Gaslieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 in der Ostsee deutlich gedrosselt. Dies wurde mit der fehlenden Turbine von Siemens Energy begründet, die in Kanada gewartet wurde. Wegen der Sanktionen weigerte sich Kanada zunächst, die Turbine an Russland zurückzugeben. Die Regierung entschied sich dann aber doch dafür, das Aggregat stattdessen an Deutschland zu übergeben.

    Seit Montag wird nun durch Nord Stream 1 wegen Wartungsarbeiten kein Gas mehr geliefert. Die Arbeiten sollen bis zum 21. Juli dauern. Offen ist, ob Gazprom die Lieferung anschliessend wieder aufnehmen wird.

    Kommentare

    Weiterlesen

    gas
    Kiew
    nord stream 1
    68 Interaktionen
    Turbine fehlt
    Gazprom
    15 Interaktionen
    Rückgang

    MEHR IN NEWS

    1 Interaktionen
    Saint-Pierre-la-Garenne
    Giftspritze Hinrichtung
    4 Interaktionen
    Nashville

    MEHR GAZPROM

    Karlsruhe
    Gazprom
    11 Interaktionen
    Moskau
    Gazprom-Bank
    3 Interaktionen
    Gegen Gazprom-Bank
    gazprom
    39 Interaktionen
    Nach Rekordverlusten

    MEHR AUS KANADA

    Michael J. Fox
    6 Interaktionen
    Ottawa
    Stevie Wonder
    3 Interaktionen
    Zum Jubiläum
    Ratten
    19 Interaktionen
    Kanada