Tod

    Iraner drohen Trump-Sohn (20) im TV mit Tod

    Vivian Balsiger
    Vivian Balsiger

    USA,

    «Wo soll Barron Trump getötet werden?»: Das iranische Staatsfernsehen nimmt US-Präsident Donald Trumps 20-jährigen Sohn ins Visier.

    trump
    Ein iranischer Staatssender hat den 20-jährigen Sohn von US-Präsident Donald Trump in einem Video öffentlich bedroht. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein iranischer Staatssender droht in einem Video offen mit der Tötung von Barron Trump (20).
    • Der US Secret Service untersucht die Drohung und verstärkt den Schutz der Trump-Familie.
    • Iranische Hardliner verbreiten seit Monaten Drohungen gegen Donald Trump und seine Familie.

    Ein knapp dreiminütiges Video des iranischen Staatssenders IRIB sorgt in den USA für Alarm. Im Zentrum: Barron Trump, der 20-jährige jüngste Sohn von US-Präsident Donald Trump (80).

    Der Secret Service bestätigt, dass die Behörde den Beitrag kennt und die darin enthaltene Drohung untersucht. Das berichtet der US-Nachrichtensender CNN.

    Das Video beginnt mit einer englischsprachigen Grafik mit dem Schriftzug: «Where to kill Barron Trump?!» Auf Deutsch: «Wo soll Barron Trump getötet werden?»

    Anschliessend werden stilisierte Darstellungen verschiedener Orte gezeigt, an denen sich Trumps Sohn regelmässig aufhält. Darunter: Der Trump Tower in New York.

    Der Sender IRIB gilt als Sprachrohr der Hardliner im iranischen Regime. Das Video wurde am vergangenen Wochenende ausgestrahlt.

    Secret Service alarmiert

    Secret-Service-Sprecher Nate Herring bestätigte gegenüber CNN, dass die Behörde über das Video informiert sei. Er untersuche «alles, was als Bedrohung für unsere Beschützten wahrgenommen werden könnte».

    Eine Quelle aus US-Strafverfolgungskreisen bestätigte CNN, dass das Video Teil einer breiteren Kampagne sei. Demnach verbreite der Iran gezielt Inhalte gegen Donald Trump und seine Familie.

    Einige dieser Videos enthalten laut der Quelle Bewegungsprofile und konkrete Vorschläge, wie Familienmitglieder des Präsidenten getötet werden könnten.

    drohungen
    Gegen US-Präsident Donald Trump werden seit Monaten immer wieder Drohungen ausgesprochen. - keystone

    Die Sicherheitsmassnahmen zum Schutz der Familie Trump würden laut derselben Quelle laufend angepasst. Dabei fliessen Informationen des Secret Service, anderer Behörden, der Polizei sowie ausländischer Geheimdienste ein.

    Trump spricht von «bösen, kranken Menschen»

    Für Barron Trump scheint dies das erste Mal zu sein, dass er öffentlich ins Visier genommen wurde. Zuvor hatte es bereits Drohungen gegen First Lady Melania Trump (56) gegeben. Auch Donald Trump sprach im Juli öffentlich über iranische Morddrohungen gegen ihn.

    Beim NATO-Gipfel in der Türkei sagte er: «Ich stehe auf welcher Liste auch immer... bisher hatte ich wohl ein bisschen Glück, aber vielleicht hält das nicht lange an. Das sind böse, kranke Menschen.»

    Wie beunruhigend findest du die Drohung gegen Barron Trump?

    Kurz darauf verliess Trump das Land unter ungewöhnlichen Sicherheitsvorkehrungen. Hintergrund war laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Person die Sorge vor einer Bedrohung durch eine schultergestützte Rakete.

    Die Behörden befürchteten demnach, Trump könnte bei einem Flug mit der Air Force One einem erheblichen Risiko ausgesetzt sein.

    «Tötet Trump»: Drohungen nehmen zu

    Die Drohungen gegen Trump und seine Familie stehen im Zusammenhang mit dem Tod des ehemaligen Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei. Dieser kam zu Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran im Februar ums Leben.

    Seitdem haben iranische Hardliner-Medien wiederholt Inhalte mit Drohungen gegen Trump und seine Angehörigen veröffentlicht.

    Bei der mehrtägigen Beerdigung Khameneis im Juli hielten Regime-Anhänger Plakate mit der Aufschrift «Tötet Trump» in die Höhe. Zudem wurde eine Belohnung für die Tötung des US-Präsidenten ausgesprochen.

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