Seit dem Ausbruch der Waldbrände Mitte August in Kalifornien sind gemäss Feuerwehr rund 1400 Gebäude zerstört worden.
Waldbrände in Kalifornien
Ein Polizeifahrzeug steht an einer Strasse neben einem Waldbrand in Kalifornien. - dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Dutzend grössere Waldbrände wüten derzeit in Kalifornien.
  • Die Feuerwehr befürchtet, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen könnte.
  • Zudem könne sich die Zahl der zerstörten Gebäude (bisher etwa 1400) noch verdoppeln.

Trotz der Fortschritte gegen zwei Dutzend grössere Waldbrände in Kalifornien befürchten die Brandbekämpfer eine noch grössere Zerstörung. Seit dem Ausbruch der Brände Mitte August, vor allem in Nordkalifornien, seien rund 1400 Gebäude zerstört worden, sagte Feuersprecher Daniel Berlant am Dienstag in einem Videobeitrag. Diese Zahl könnte sich aber auch noch mehr als verdoppeln, wenn das ganze Ausmass der Verwüstung bekannt sei. Auch die Zahl der Todesopfer, bisher sieben Menschen, könnte noch weiter steigen.

Waldbrände in Kalifornien
Ein ausgebranntes Auto steht in der Nähe eines Waldes in Kalifornien. - dpa

Etwas kühlere Temperaturen nach einer Hitzewelle und feuchtere Luft begünstigen weiter den Löscheinsatz der über 14'000 Helfer. Drei Grossfeuer in der Umgebung von San Francisco konnten bis zum Dienstagabend schrittweise weiter eingedämmt werden. Das sogenannte LNU-Lightning-Complex-Feuer in der Weinregion Napa Valley war demnach zu 27 Prozent unter Kontrolle. Allein in diesem Gebiet brannten fast 1430 Quadratkilometern Land ab. Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom sprach am Montag von «historischen Waldbränden» in diesem Jahr.

In einigen Regionen wurden Evakuierungsmassnahmen aufgehoben

Tausende Menschen durften am Dienstag in einigen Regionen wieder in ihre Häuser zurückkehren, nachdem Evakuierungsmassnahmen aufgehoben worden waren. Anderswo sassen Anwohner weiter auf gepackten Koffern, um notfalls ihre Häuser zu verlassen. Sie würde nun schon das dritte Mal in vier Jahren um ihr Haus im Bezirk Sonoma County bangen, erzählte Anwohnerin Alma Bowen am Dienstag dem «San Francisco Chronicle». Bereits 2017 und 2019 sei sie vor schnell um sich greifenden Feuern geflüchtet, nun habe sie wieder das Wichtigste eingepackt.

Der oft unter Trockenheit leidende Westküstenstaat wird regelmässig von Waldbränden heimgesucht, doch den Behörden zufolge hat die Schwere und die Häufigkeit der Katastrophen in den letzten Jahr zugenommen. Besonders schlimm traf es im November 2018 den Ort Paradise in Nordkalifornien, wo heftige Winde das sogenannte «Camp»-Fire schnell ausbreiteten. 85 Menschen starben, Zehntausende wurden obdachlos.

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