Erster Mensch mit Schweinenieren-Transplantat gestorben

    Keystone-SDA
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    USA,

    Ende März wurde erstmals einem Menschen eine Schweineniere transplantiert. Nun ist Rick Slayman verstorben, ein Zusammenhang mit dem Eingriff bestehe nicht.

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    Dem Verstorbenen war Ende März eine Schweineniere eingesetzt worden. (Symbolbild) - Keystone

    Der erste Patient, dem eine Schweineniere eingesetzt wurde, ist verstorben. Das behandelnde Spital Massachusetts General in Boston in den USA teilte am Samstagabend mit, das Personal sei tief bestürzt über den plötzlichen Tod von Rick Slayman.

    Es gebe keine Hinweise darauf, dass sein Tod im Zusammenhang mit der Transplantation von Ende März stehe. Zur Todesursache machte die Klinik keine Angaben.

    «Leuchtfeuer der Hoffnung»

    Slayman hatte als erster Mensch weltweit in einer vierstündigen Operation eine genetisch veränderte Schweineniere eingesetzt bekommen. Der 62-jährige Dialysepatient litt an einer Nierenerkrankung im fortgeschrittenen Stadium. 2018 hatte er eine menschliche Spenderniere bekommen, die aber im vergangenen Jahr versagte.

    «Herr Slayman wird für unzählige Transplantations-Patienten weltweit immer als ein Leuchtfeuer der Hoffnung angesehen werden. Wir sind zutiefst dankbar für sein Vertrauen und seine Bereitschaft, das Gebiet der Xenotransplantation voranzubringen», schrieb das Krankenhaus in einer Mitteilung.

    Vermehrte Forschung zu tierischen Transplantaten

    Wegen des Mangels an menschlichen Spenderorganen setzt die medizinische Forschung zunehmend auf Organe von Tieren. Der Forschungszweig wird als Xenotransplantation bezeichnet, womit generell die Transplantation von Organen einer Spezies zu einer anderen Spezies gemeint ist.

    Der Schweineniere für Slayman hatte ein Biotechnologie-Labor vor der Transplantation Schweinegene entfernt, die für den Menschen schädlich sein können, und bestimmte menschliche Gene hinzugefügt.

    Grosser Mangel an Spenderorganen

    Der Mangel an Spenderorganen ist weltweit ein Problem. Allein am MGH stehen der Klinik zufolge mehr als 1400 Menschen auf der Warteliste für eine Nierentransplantation, landesweit sind es knapp 90'000.

    Mediziner in den USA hatten seit 2022 auch weltweit erstmals zwei Patienten genetisch veränderte Herzen von Schweinen eingepflanzt. Beide Patienten starben jedoch innerhalb von zwei Monaten nach der Operation.

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