SMI tiefer zum Wochenschluss – Holcim legt kräftig zu
Der SMI sinkt trotz starker Holcim-Zahlen wegen geopolitischer Risiken und schwacher Luxusaktien.

Der Schweizer Aktienmarkt steht am Freitag, 23. Oktober 2026, unter Druck. Anleger halten sich angesichts geopolitischer Spannungen, geldpolitischer Unsicherheiten und kritischer Bewertungen im Technologiesektor zurück, berichtet der «MarketScreener».
Um 12:09 Uhr notiert der Swiss Market Index (SMI) an der Schweizer Börse SIX 0,67 Prozent tiefer bei 14'450,83 Punkten. Zum Handelsstart hatte der Leitindex noch 0,17 Prozent zugelegt und 14’572,95 Punkte erreicht, wie «finanzen.ch» meldet.
Auch die übrigen Schweizer Indizes verzeichnen Verluste. Der SMIM verliert 0,12 Prozent auf 3154,86 Punkte, der SPI gibt 0,40 Prozent auf 20’409,70 Punkte nach.
SMI unter Druck: Holcim trotzt dem Negativtrend
Beim SMI stehen laut dem «MarketScreener» zwölf Verlierern acht Gewinner gegenüber. Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten belasten die Stimmung an den Finanzmärkten.
Auch die unklare geldpolitische Entwicklung und die hohen Bewertungen im Bereich künstliche Intelligenz sorgen für Zurückhaltung. Zusätzlich sind die Ölpreise gestiegen, während der Einkaufsmanagerindex der Eurozone im Oktober gesunken ist.
Zu den stärksten Aktien im SMI gehört Holcim. Der Baustoffkonzern übertrifft im dritten Quartal die Erwartungen der Analysten und erhöht seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr, berichtet die «Cash».
Holcim steigert Gewinn und hebt Jahresprognose an, Sika unter Druck
Von Juli bis September 2026 stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 15,5 Prozent auf 4,66 Milliarden Franken. Der wiederkehrende EBIT stieg um 16,8 Prozent auf 976 Millionen Franken, die Marge auf 20,9 Prozent.
Für das Gesamtjahr rechnet Holcim neu mit einem organischen Wachstum des wiederkehrenden EBIT zwischen zehn und zwölf Prozent. Das Umsatzziel bleibt bei rund fünf Prozent organischem Wachstum, der angestrebte freie Geldfluss weiterhin bei ungefähr zwei Milliarden Franken.
Weniger gefragt sind die Aktien von Sika. Obwohl die Neunmonatsergebnisse über den Erwartungen der Analysten liegen, bleibt die schwierige Geschäftsentwicklung in China ein Belastungsfaktor.
Luxusaktien schwächeln, SMI seit Jahresbeginn klar im Plus
Auch Richemont und Swatch geraten unter Druck. Laut dem «MarketScreener» belastet Kerings enttäuschendes Ergebnis, insbesondere bei Gucci, die Luxusaktien.
Zusätzlich belasten die Schwergewichte Novartis, Nestlé und Roche den Leitindex. Während Novartis am Dienstag Zahlen präsentiert, haben Roche und Nestlé bereits berichtet; Logitech, Amrize und Partners Group legen zu.

Trotz der Verluste zum Wochenschluss weist der SMI seit Jahresbeginn weiterhin eine positive Entwicklung auf. Laut «finanzen.ch» liegt der Leitindex gegenüber dem Jahresende 2025 rund 9,08 Prozent im Plus.











