Einschläferung entkommen - Wale ziehen von Kanada in die USA
Sieben weitere Beluga-Weibchen haben den umstrittenen kanadischen Tierpark «Marineland» verlassen und werden in Aquarien nach Texas verlegt.

Sieben Beluga-Wale haben einen umstrittenen Tierpark in Kanada verlassen und werden Berichten zufolge nun von Experten in Aquarien in die USA verlegt. Die Weibchen würden allesamt ins texanischen San Antonio umgezogen, berichtete der kanadische Sender CBC unter Berufung auf den kanadischen Tierpark.
Vor etwa zwei Wochen waren bereits sechs Tiere umgezogen. Laut CBC wurden einige von ihnen ebenfalls nach San Antonio gebracht, andere nach Chicago. Laut dem Büro der kanadischen Ministerin für Fischerei wird der Rettungseinsatz von einem Konsortium akkreditierter Aquarien geleitet. Laut Tierschutzorganisationen werden Belugawale bis zu etwa fünf Meter lang und rund 1.500 Kilo schwer.
Der «Marineland»-Themenpark hatte seine Tore 2024 für Besucher geschlossen. Im vergangenen Jahr drohte er mit dem Einschläfern seiner dort verbleibenden 30 Wale, wenn er kein Geld von der kanadischen Regierung bekomme. Man sei bankrott und sehe sich nicht mehr in der Lage, für den Unterhalt der Weisswale aufzukommen, hiess es in einem Schreiben.
Bei Tierschützern stand der Park schon seit langem wegen seiner Haltungsbedingungen massiv in der Kritik. Immer wieder waren dort Tiere gestorben – unter anderem 2023 der Orca Kiska, der zeitweise alleine in einem Betonbecken lebte und deswegen den Spitznamen «einsamster Wal der Welt» bekam.







