Brandstiftung in USA? Anklage wird verlesen
Nach den verheerenden Bränden im US-Bundesstaat Washington soll der mutmassliche Brandstifter (37) am Donnerstag vor Gericht erscheinen.

Nach den verheerenden Bränden im US-Bundesstaat Washington soll der mutmassliche Brandverursacher am Donnerstag zur Anklageverlesung vor Gericht erscheinen. Dem 37-Jährigen wird vorgeworfen, mit böswilliger Absicht das sogenannte Old Trails Feuer im Bezirk Spokane verursacht zu haben.
Nach der Festnahme am Montag (Ortszeit) war der vorbestrafte Mann am Dienstag erstmals vor Gericht erschienen. Die Anklageverlesung wurde für Donnerstag festgesetzt. Es wird erwartet, dass sich der Festgenommene dann zu den Vorwürfen äussert. Augenzeugen hatten den Mann nahe dem Brandherd gesehen. Nach Angaben der Polizei hatte er Streichhölzer und ein Gasfeuerzeug bei sich.
Seit Tagen wüten im Osten des Bundesstaates in und um Spokane mehrere Brände, die ganze Wohngebiete verwüstet haben. Behördenangaben zufolge brannten dort mehr als 700 Häuser und andere Gebäude ab. Die verheerenden Feuer haben sich über eine Fläche von knapp 42 Quadratkilometern ausgebreitet. Zeitweise waren mehr als 65.000 Menschen dazu aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen. Verletzte oder Tote seien bislang aber nicht gemeldet worden, hiess es.
US-Präsident Donald Trump sagte der Region am Dienstag (Ortszeit) Katastrophen-Hilfe der Regierung zu. Der Gouverneur von Washington, Bob Ferguson, begrüsste diesen Schritt, um finanzielle Unterstützung für Betroffene bereitzustellen. Die Katastrophenschutzbehörde Fema ist vor Ort.
Tausende Feuerwehrleute sind seit Wochen gegen zahlreiche Brände in den Bundesstaaten Washington und Oregon im Einsatz. Aus anderen Teilen der USA, darunter Kalifornien, ist Hilfe eingetroffen. Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, sagte die Entsendung von weiteren Helfern und Löschfahrzeugen zu.
Auch Kanada kämpft erneut mit grossen Waldbränden. Mehr als 700 Feuer würden derzeit über das zweitgrösste Land der Erde verteilt gezählt, hiess es von der kanadischen Regierung. Dutzende davon konnten zunächst nicht unter Kontrolle gebracht werden. Mehrere Gegenden mussten evakuiert und Strassen und Autobahnen gesperrt werden.








