Blue-Origin-Rakete explodiert beim Triebwerkstest

Esada Kunic
Esada Kunic

USA,

Beim vierten Start der «New Glenn» sollten die Triebwerke gezündet werden – stattdessen explodierte die Blue-Origin-Rakete in einem riesigen Feuerball.

Blue Origin rakete
Vor dem vierten geplanten Start der Blue-Origin-Rakete «New Glenn» kam es bei einem Test zu einer Explosion. (Archivbild) - keystone

Die «New Glenn»-Rakete von Blue Origin ist in der Nacht zu Freitag auf ihrer Startrampe explodiert. Das Unternehmen gehört Amazon-Gründer Jeff Bezos.

Wie das «Handelsblatt» berichtet, zeigten Aufnahmen eines Livestreams eine gewaltige Explosion auf dem Raumfahrtstützpunkt Cape Canaveral in Florida.

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Rauch stieg unter der Rakete auf, bevor sie in einer grossen Explosion versank, die weithin sichtbar war. Ein Augenzeuge im Livestream schilderte laut «T-Online», dass er eine starke Druckwelle gespürt habe.

Blue Origin bestätigt Unfall, niemand verletzt

Blue Origin meldete sich laut «T-Online» nach dem Vorfall auf der Plattform X zu Wort: «Wir haben während des heutigen Triebwerkstests eine Anomalie festgestellt. Das gesamte Personal befindet sich in Sicherheit.»

Jeff Bezos schrieb laut dem «ORF» seinerseits: «Es ist noch zu früh, um die Ursache zu kennen. Aber wir arbeiten bereits daran, sie zu ermitteln.»

Bei dem Vorfall wurden keine Personen verletzt. Die zuständige Behörde Cape Canaveral Space Force Station bestätigte, dass alle Mitarbeitenden wohlauf seien.

Vierter Start war geplant

Bei dem Test vor dem geplanten vierten Start sollten die Triebwerke gezündet werden, die Rakete aber am Boden bleiben. Laut dem «Handelsblatt» war die Rakete für den Transport von 48 Satelliten für das Amazon-Satelliten-Internetsystem vorgesehen.

Bezos schrieb auf X ausserdem: «Sehr harter Tag, aber wir werden wieder aufbauen, was auch immer wieder aufgebaut werden muss, und wir werden wieder fliegen. Es lohnt sich.»

Konkurrent Elon Musk kommentierte das Unglück auf der Plattform X laut «Handelsblatt» lapidar: «Äusserst bedauerlich. Raketen sind schwierig.»

Ambitionierte Pläne für Blue-Origin-Rakete

Die «New Glenn» ist ein zentrales Element der Raumfahrtambitionen von Bezos, wie der «ORF» berichtet. Blue Origin konkurriert mit SpaceX von Elon Musk als Dienstleister der US-Raumfahrtbehörde NASA, unter anderem beim Mondfahrtprogramm Artemis.

blue origin rakete
Vor dem vierten geplanten «New Glenn»-Start explodierte die Blue-Origin-Rakete bei einem Test. (Archivbild) - keystone

Das «Handelsblatt» berichtet, die Nasa-Behörde werde die Untersuchung des Vorfalls unterstützen. Nasa-Chef Jared Isaacman informierte auf X darüber, dass danach über mögliche Auswirkungen auf eigene Programme informiert werde.

Bezos hatte für dieses Jahr bis zu zwölf Starts der «New Glenn» geplant. Rund ein Jahrzehnt lang hatte das Unternehmen an der Entwicklung der Rakete gearbeitet, schreibt «T-Online».

Kommentare

User #5699 (nicht angemeldet)

Bestimmt nicht besonders gut für die Umwelt, das Klima und den CO2 Ausstoss aber Grün-Links schweigt wieder. Hehehe. LOL.

User #1690 (nicht angemeldet)

Der Jeff der kann was

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