Berichte: US-Institut beendet Umfragen zur Präsidenten-Beliebtheit
Nach mehr als acht Jahrzehnten will das renommierte US-amerikanische Meinungsforschungsinstitut Gallup laut Medienberichten keine Zustimmungswerte mehr für US-Präsidenten erheben.

Das Institut, das bereits seit Franklin D. Roosevelt präsidiale Beliebtheitswerte verfolge, wolle seinen Fokus stattdessen auf Sachthemen legen, zitierte die «New York Times» die Meinungsforscher.
Auf die Frage, ob politischer Druck zu der Entscheidung beigetragen habe, betonte Gallup laut US-Nachrichtenportal «Axios», es handele sich um «eine strategische Neuausrichtung, die ausschliesslich auf den Forschungszielen und Prioritäten von Gallup basiert» – etwa Umfragen zu Themen, die das tägliche Leben prägten. Ausserdem würden Zustimmungswerte für politische Persönlichkeiten inzwischen von vielen Anbietern erhoben und seien daher kein Feld mehr, auf dem Gallup «den grössten eigenständigen Beitrag» leisten könne.
Die Zustimmungsrate für US-Präsident Donald Trump war im Dezember laut Gallup auf 36 Prozent gesunken, wie aus der aktuellsten Umfrage auf der Website des Instituts hervorgeht. Während seiner ersten Amtszeit hatte der Wert demnach durchschnittlich bei gut 41 Prozent gelegen. Zum Vergleich: John F. Kennedy erzielte unter den von Gallup erfassten Präsidenten die höchste durchschnittliche Zustimmungsrate mit rund 70 Prozent.
Lange Zeit galt Gallups monatliche Umfrage als ein Stimmungsbarometer für die Haltung der US-Amerikaner zum Weissen Haus. Politische Analysten und US-Medien stützten sich auf diese Umfrage, auch um die sich im Laufe der Zeit verändernden Trends im Land zu verstehen, schrieb die «New York Times».
Gallup kündigte laut dem Portal «The Hill» an, ab diesem Jahr keine Zustimmungswerte einzelner politischer Persönlichkeiten mehr zu veröffentlichen. Genauere Zeitangaben gab es zunächst nicht.










