Weiter ein Streitthema: Sollten angesichts einer drohenden Gas-Krise Atommeiler länger als geplant am Netz bleiben? Die Aussenministerin hält das für keine sinnvolle Idee.
Aussenministerin Annalena Baerbock bei ihrem Antrittsbesuch in Kanada.
Aussenministerin Annalena Baerbock bei ihrem Antrittsbesuch in Kanada. - Britta Pedersen/dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Aussenministerin Annalena Baerbock hat eine Verlängerung der Laufzeiten für die drei noch genutzten Atomkraftwerke in Deutschland ausgeschlossen.

Als Mitglied der Grünen seien Laufzeitverlängerungen für sie «keine Option», sagte Baerbock am Mittwoch bei einem Besuch im kanadischen Montreal.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte zuvor gesagt, dass er längere Laufzeiten für Atomkraftwerke für möglich halte. Zwar seien die drei Atomkraftwerke ausschliesslich relevant für einen kleinen Teil der Stromproduktion. «Aber trotzdem kann das Sinn machen. Denn der Ausbaustand, was die Erneuerbaren Energien betrifft, ist in den einzelnen Ländern in Deutschland sehr unterschiedlich.»

Baerbock sagte dazu: «Der Kanzler hat ja auch unterstrichen, das finde ich wichtig bei seinen Äusserungen, dass wir über die Wärme und damit Gasversorgung sprechen.» Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck (Grüne) habe auch schon betont, dass für die Sicherung der Wärmeversorgung im Winter «diese Atomkraftwerke keine bedeutende Rolle spielen», weil Atomkraftwerke Strom herstellten.

Baerbock wies allerdings auch daraufhin, dass mit dem sogenannten Stresstest nun noch einmal «alle Eventualitäten» mit Blick auf die Energieversorgung im Herbst und Winter geprüft würden.

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