Air Canada holt SAS-Chef an die Konzernspitze
Air Canada wirbt SAS-Chef Anko van der Werff ab: Der Niederländer soll spätestens Ende Januar 2027 Michael Rousseau als Konzernchef ablösen.

Air Canada hat Anko van der Werff zum künftigen Präsidenten und CEO ernannt, berichtet «Flugrevue». Die Mitteilung veröffentlichte die Fluggesellschaft am Mittwoch an ihrem Hauptsitz in Montréal.
Van der Werff führt derzeit SAS und soll seine neue Rolle bei Air Canada spätestens im Februar 2027 antreten. Der bisherige CEO Michael Rousseau geht laut der Fluggesellschaft am 31. August 2026 in den Ruhestand.

Air Canada betonte, die Suche nach einem Nachfolger habe weltweit stattgefunden. Der Verwaltungsrat berücksichtigte dabei auch Französischkenntnisse als Kriterium, teilte die Fluggesellschaft mit.
Air Canada legte Wert auf Französisch
Französischkenntnisse galten bei der Nachfolgesuche als sensibles Thema, berichtet «aeroTELEGRAPH». Der bisherige CEO Michael Rousseau war dafür in der Vergangenheit kritisiert worden.
Auslöser war laut «Reuters» eine Beileidsbotschaft nach einem tödlichen Unglück, die er nur auf Englisch hielt. Danach nahm die Kritik an Rousseau, insbesondere in Québec, deutlich zu.

Air Canada betonte bei der Nachfolgesuche die Bedeutung beider Amtssprachen. Laut der Fluggesellschaft gehörten Französischkenntnisse ausdrücklich zu den Auswahlkriterien.
Van der Werff bringt 25 Jahre Branchenerfahrung mit
Van der Werff erklärte, die Betreuung der Kunden in beiden Amtssprachen habe für ihn einen hohen Stellenwert. Zudem freue er sich darauf, künftig mit dem Team in Montréal zusammenzuarbeiten.
Van der Werff bringt laut Air Canada mehr als 25 Jahre Führungserfahrung in der Luftfahrt mit. Zuvor war er unter anderem für Avianca, Aeroméxico, KLM und Qatar Airways tätig, berichtet «Flugrevue».
SAS bestätigte den geplanten Abgang von Anko van der Werff ebenfalls am Mittwoch. Das Unternehmen erklärte, er bleibe bis zu seinem Wechsel im Amt, um einen geordneten Übergang zu sichern.












