250 Jahre USA – Zweifel am amerikanischen Traum
250 Jahre USA: Das Land feiert seinen Geburtstag – begleitet von wachsendem Zweifel am eigenen Traum.

Am 4. Juli 2026 feiern die Vereinigten Staaten 250 Jahre USA und ihre Unabhängigkeitserklärung. Doch pünktlich zum runden Geburtstag mischt sich in die Feierlaune spürbare Skepsis vieler Bürgerinnen und Bürger.
Wie das «Handelsblatt» berichtet, glauben viele Amerikanerinnen und Amerikaner nicht mehr an den amerikanischen Traum. Im Jubiläumsjahr 250 Jahre USA hat der Optimismus in weiten Teilen der Bevölkerung tiefe Risse bekommen.
Laut einer Umfrage des Pew Research Center glauben fast 60 Prozent, die besten Jahre lägen bereits hinter dem Land. Mehr als die Hälfte der Erwachsenen erwartet bis 2050 eine schwächere Wirtschaft und tiefere Gräben.
250 Jahre USA – Zweifel an der Chancengleichheit wächst
Nur 46 Prozent der Befragten glauben laut einer Studie des Milken Center noch an echte Chancengleichheit. Gleichzeitig halten 78 Prozent den amerikanischen Traum weiterhin für ein erstrebenswertes Ideal, wie das «Handelsblatt» schreibt.
Steigende Kosten für Wohnen, Gesundheit und Bildung belasten laut Ökonomen viele Haushalte im ganzen Land. Die Löhne halten mit der Teuerung vielerorts nicht Schritt, berichtet das «Handelsblatt» unter Berufung auf Betroffene.
Auch die restriktive Migrationspolitik von Präsident Donald Trump wirkt sich laut Fachleuten auf die Preise aus. Weil günstige Arbeitskräfte aus dem Ausland fehlen, müssen Betriebe höhere Löhne zahlen.
Jubiläumsfeiern und politischer Streit
Bereits Ende Juni eröffnete Trump die offiziellen Feiern zum 250. Gründungsjubiläum auf der National Mall in Washington. Wie der «Tagesspiegel» berichtet, nutzte der Präsident seine Rede vor allem zur Würdigung der eigenen Politik.

Mehrere Musikerinnen und Musiker sagten ihre Teilnahme an der geplanten Konzertreihe im Vorfeld ab. Viele begründeten den Rückzug damit, die Veranstaltung sei politischer als ursprünglich angekündigt.
Auch die Bundeszentrale für politische Bildung verweist auf die Sorge vor einer zu starken Instrumentalisierung der Feiern. Historikerinnen und Historiker sehen im Jubiläum 250 Jahre USA daher auch einen Anlass zur kritischen Rückschau.












