Supreme Court bestätigt Verbot für trans Sportlerinnen
Der Supreme Court billigt Ausschlussregeln für trans Athletinnen im Schulsport in den USA.

Der Oberste Gerichtshof der USA hat am Dienstag Ausschlussregeln für trans Athletinnen im Schulsport gebilligt, wie «web.de» berichtet. Bundesstaaten dürfen demnach trans Mädchen und Frauen von Schul- und Hochschulsportteams an öffentlichen Einrichtungen ausschliessen.
Betroffen sind unmittelbar die Bundesstaaten West Virginia und Idaho, das Urteil wirkt aber landesweit, wie die «taz» berichtet. Die konservative Mehrheit am Gericht entschied mit sechs zu drei Stimmen gegen die klagenden trans Sportlerinnen.
Geklagt hatten die Highschool-Schülerin Becky Pepper-Jackson aus West Virginia sowie die Studentin Lindsay Hecox aus Idaho. Beide beriefen sich auf den Gleichbehandlungsgrundsatz der Verfassung sowie auf das Antidiskriminierungsgesetz Title IX.
Kritik am Urteil
Menschenrechts- und LGBTIQ-Organisationen kritisierten die Entscheidung des Gerichts als schädlich, wie «ggg.at» berichtet. Sasha Buchert von Lambda Legal sagte, die Entscheidung sei für trans Frauen und Mädchen «zutiefst schädlich».
Auch Joshua Block von der ACLU nannte das Urteil eine «herzzerreissende Entscheidung» für die Klägerinnen. Konservative Politiker begrüssten das Urteil dagegen deutlich und sprachen von einem Sieg für den Frauensport.
Senator Jim Risch aus Idaho bezeichnete das Urteil laut «ggg.at» als Sieg für Frauen und Fairness. Das Urteil stützt laut Gerichtsangaben zudem ähnliche Ausschlussgesetze, die in insgesamt 27 US-Bundesstaaten bereits gelten.
Folgen für weitere trans Sportlerinnen
Präsident Donald Trump wertete das Urteil laut «taz» als Ende einer aus seiner Sicht lächerlichen Situation. Er hatte bereits im Februar 2025 ein Dekret zum Ausschluss biologischer Männer aus dem Frauensport unterzeichnet.

Laut «web.de» hat mittlerweile mehr als die Hälfte aller US-Bundesstaaten entsprechende Verbote im Schulsport erlassen. Befürworter sehen darin einen fairen Wettbewerb gesichert, Betroffene beklagen dagegen eine klare Diskriminierung von Transgender-Personen.
Laut «taz» stimmen rund 80 Prozent der US-Amerikaner einem Ausschluss von trans Frauen aus Frauenwettkämpfen zu. In zwei demokratisch regierten Bundesstaaten sind laut dem Bericht zudem bald Volksabstimmungen zu diesem Thema geplant.












